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Ephraim-Palais

Schloss.Stadt.Berlin. Die Residenz rückt in die Mitte (1650–1800)


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Das Berliner Schloss um 1690, unbekannter Künstler © Stadtmuseum Berlin | Reproduktion: Oliver Ziebe

Das Berliner Schloss prägte über Jahrhunderte die Stadt und ihre Bewohner. Nun entsteht es als Humboldt Forum neu und bildet bald wieder einen wichtigen architektonischen und gesellschaftlichen Bezugspunkt. Die Ausstellung Schloss.Stadt.Berlin. im Museum Ephraim-Palais zeichnet die städtebauliche Entwicklung von 1650 bis 1800 in einem Areal nach, das seit den 1990er Jahren als „Historische Mitte“ kontrovers diskutiert wird. Gemeint ist der Stadtraum zwischen Alexanderplatz im Osten und Brandenburger Tor im Westen, Belle-Alliance-Platz (heute Mehringplatz) im Süden und Platz vor dem Neuen Tor im Norden. Doch das Schloss lag topografisch nicht immer im Zentrum. Erst mit dem Ausbau Berlins im 17. und 18. Jahrhundert rückte der Bau vom Rand in die Mitte, in der er bis zur Sprengung 1950/51 scheinbar selbstverständlich stand.

Historische Pläne und Ansichten aus der Zeit um 1700 zeigen in der Ausstellung, welche Entwicklung das Schloss im Hinblick auf seine Ausrichtung zur Stadt durchlaufen hat. Über 300 Objekte veranschaulichen eindrucksvoll, wie sich Berlin zur damals hochmodernen Metropole und das Schloss zu ihrem städtebaulichen, wirtschaftlichen und sozialen Zentrum entwickelte. Neben Gemälden, Grafiken, Karten und großformatigen Modellen zeugen originale Fragmente von der einstigen Pracht des Schlosses, z. B. zwei Türen aus dem großen Treppenhaus, der Kopf einer Statue der Heiligen Susanna oder eine Balustradenfigur vom Portal V. Diese und rund einhundert weitere Objekte gelangten beim Abriss des Schlosses in die Obhut des Märkischen Museums. Die Ausstellung blickt zudem auf den Alltag der Menschen und erzählt von einer Zeit des Wandels: von den Herrschern und der Hofgesellschaft, den Handwerkern, Unternehmern, Architekten und den Glaubensflüchtlingen, die wichtige wirtschaftliche und kulturelle Impulse gaben.

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© Stadtmuseum Berlin

Sprung in die Gegenwart

Die dritte Etage im Museum Ephraim-Palais widmet sich der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart. Der Film „Vom Schloss zum Humboldt Forum“ zeigt in dokumentarischen Aufnahmen die zeitgeschichtlichen Zäsuren rund um das Schloss und macht dabei dessen politisch-symbolische Dimension im kollektiven Gedächtnis deutlich. Die Video-Installation „sich sicher sein“ der Berliner Künstlerin Sonya Schönberger blickt auf die für Frühjahr 2017 geplante Schau zum Thema „Kindheit“ in der Humboldt-Box voraus. Dort werden bis zur Eröffnung des Humboldt Forums im Jahr 2019 kleinere, kooperativ erarbeitete Ausstellungen gezeigt, die auf zukünftige Präsentationen im neu errichteten Schloss verweisen. Der gemeinsame Anspruch von Stadtmuseum Berlin und Humboldt Forum, Bürgerinnen und Bürger maßgeblich an der Gestaltung von Ausstellungen zu beteiligen, wird hier erstmals erprobt und umgesetzt.

Kostenlose Audioguides auf Deutsch und Englisch führen Erwachsene und Kinder durch das barocke Berlin und erzählen dabei vom Leben und Wirken seiner Bewohner. Das Museumslabor bietet zusätzlich Raum zum Reflektieren und Gelegenheit zum Erholen. Die jüngsten Besucher können hier raten, malen und kreativ gestalten. Animierte Stadtpläne auf einem Bildschirm machen die Entwicklung der Stadt noch einmal deutlich.

Ein umfangreiches Begleitprogramm lädt Interessierte in der Ausstellungslaufzeit ein, die Stadt von gestern in der Stadt von heute zu entdecken. Podiumsdiskussionen zum Schlossneubau, Expertengespräche, Führungen, Musik und Tanz eröffnen einen neuen Blick auf das barocke Berlin.

+++ Mehr zum Programm +++

+++ Trailer zur Ausstellung +++

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© Stadtmuseum Berlin

Zur Ausstellung erscheint im Holy Verlag der gleichnamige Katalog (228 Seiten, 29,80 Euro).

Schloss.Stadt.Berlin.
Die Residenz rückt in die Mitte (1650–1800)
Ausstellungseröffnung: 24.11.2016 | 16 Uhr
Laufzeit: 25.11.2016 bis 23.04.2017


Ort Ephraim-Palais | Poststr. 16 | 10178 Berlin
Öffnungszeiten Di, Do–So 10–18 Uhr | Mi 12–20 Uhr
Neujahr von 14 bis 18 Uhr geöffnet!
Eintritt 8,00 / erm. 6,00 Euro (inklusive Audioguide für Erwachsene und Kinder) | angemeldete Schulklassen und Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
Eintritt Museumslabor frei
Ephraim-Palais




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    Berlin Daily 15.12.2017
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    24 Uhr: Gregor Hildebrandt über Pola Sieverding. The Berlin Sessions ist eine Kollaboration zwischen den KW Institute for Contemporary Art und Videoart at Midnight. Videoart at Midnight im Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin

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