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Akademie der Künste / Hanseatenweg

Das imaginäre Studio (2017)

Johanna Diehl


Werkabbildung
Johanna Diehl
Das imaginäre Studio XIV, 2017
gelatin silver print, 61 × 49 cm
Hermann Scherchens Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin © Johanna Diehl


Johanna Diehl, Das imaginäre Studio (2017)
Ausstellung im Rahmen von „KONTAKTE ´17. Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst“, Akademie der Künste, Hanseatenweg
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 28. September, 17.30 Uhr

In der Arbeit Das imaginäre Studio beschäftigt sich Johanna Diehl mit dem utopischen und in die Zukunft verweisenden Potenzial von Apparaturen in den elektronischen Studios der Nachkriegszeit in Deutschland und Frankreich. In den Fotografien zeigen die wie eingefrorene Skulpturen wirkenden Synthesizer, Mischpulte, Rauschgeneratoren, Tonbandmaschinen und Oktavfilter ein Potenzial des „noch nicht Gehörten“. In der Ausstellung am Hanseatenweg im Rahmen des Festivals für elektroakustische Musik KONTAKTE´17 tritt ein Ausschnitt von Diehls Serie Das imaginäre Studio in Dialog mit ihrer Arbeit Eurotopians (2014/2017 – eine Kooperation mit dem Autoren Niklas Maak). Diese befasst sich mit der visionären Kraft eines anderen Bauens französischer, italienischer und deutscher Utopisten der 1960er-Jahre. Jenseits eines melancholischen Blicks auf das Gewesene zeugen die konzentrierten Fotografien vom unermüdlichen Forschergeist, der Suche nach Neuem und spiegeln das spielerisch-experimentelle Denken dieser Zeit – in der Welt der Musik, als auch der Architektur – wider. Um sich dem europäischen Phänomen des Aufbruchs in den Künsten zu nähern, erinnert die vielteilige Wandinstallation an die Idee des imaginären Museums von André Malraux.

Johanna Diehl, geboren 1977 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Fotografie und Bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Timm Rautert, Boris Mikhailov und als Meisterschülerin bei Prof. Tina Bara sowie an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris bei Christian Boltanski und Jean-Marc Bustamante. Ihre Arbeiten werden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt und befinden sich u. a. in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, der DZ Bank Kunstsammlung und in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München. Johanna Diehl erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt das Arbeitsstipendium der Konrad Adenauer Stiftung (EHF), der Stiftung Kunstfonds Bonn, der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, sowie ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo für die Casa Baldi.

In seiner zweiten Ausgabe verwandelt das Festival KONTAKTE die Akademie der Künste am Standort Hanseatenweg vom 28. September bis zum 1. Oktober in ein großes Experimentallabor für elektroakustische Musik. Mehr als 100 Künstler aus 27 Ländern präsentieren 28 Ur- und Erstaufführungen und stellen mit Konzerten, Klanginstallationen, Künstlergesprächen und Workshops die experimentelle Musikszene in den Brennpunkt. Hermann Scherchens Elektroakustisches Experimentalstudio in Gravesano bildet dabei den historischen Programm-Schwerpunkt von KONTAKTE ´17 – erstmals seit vielen Jahren wird im Rahmen des 4-tägigen Festivals Scherchens Rotierender Nullstrahler wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Daten
Johanna Diehl, Das imaginäre Studio (2017)
Ausstellung im Rahmen von „KONTAKTE ´17. Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst“ vom 28. September bis zum 1. Oktober 2017

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 28. September, 17.30 Uhr
Do 18–22.30 Uhr, Fr 16–22 Uhr, Sa 11–22 Uhr, So 11.30–20 Uhr

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, Halle 1
adk.de/kontakte17
Akademie der Künste / Hanseatenweg






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