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Haus am Kleistpark

Berlin () Rio: Spuren und Erinnerungen. Ausstellungs- und Buchprojekt

Andreas Valentin


Werkabbildung
© Foto: Gerhard Valentin, Bruno Valentin an Bord des „Highland Patriot” auf seinem Weg nach Brasilien, 1937, Fotografie, 6 x 8,8 cm, Archiv Andreas und Thomas Valentin

Eröffnung: Donnerstag, 3.5.2018, 19 Uhr

Begrüßung:
Barbara Esch Marowski
Leiterin der kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg
Jutta Kaddatz
Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Soziales

Einführung:
Dr. Andreas Valentin
Kurator der Ausstellung

Dr. Andreas Krase
Kunsthistoriker

Das Projekt Berlin <> Rio: Spuren und Erinnerungen fokussiert auf die Lebenslinie einer Familie in unterschiedlichen politischen und kulturellen Systemen anhand der räumlichen und zeitlichen Bewegung des Verbandes über fünf Generationen und ist im Kontext zeitgenössischer Fragestellungen aktueller denn je. Am Beispiel der Geschichte der jüdischen Familie Valentin Manheimer wird ihr gesellschaftlicher Aufstieg im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, ihre Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus, die Emigration und Etablierung in Brasilien sowie die Re-Migration nach Deutschland thematisiert.
Das Familienbild, welches der Hofmaler Anton von Werner 1887 anlässlich des siebzigsten Geburtstages des Kommerzienrates Valentin Manheimer im Garten von dessen Villa in der Bellevuestraße in Berlin-Tiergarten anfertigte, hängt in der Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums. Valentin Manheimer war Mode-Unternehmer und gründete 1839 in der Berliner Oberwallstraße den ersten Betrieb für Damenkonfektion in der Stadt. Zuletzt hatte er mehr als 8.000 Angestellte.
Knapp 100 Jahre später musste sein Enkel Dr. Bruno Valentin, bedeutender Orthopäde und Forscher, Deutschland auf der Flucht vor den Nationalsozialisten verlassen. Er ließ sich mit seiner Familie in Brasilien nieder. 2010 schließt sich der Kreis, als der Kulturwissenschaftler und Fotograf Andreas Valentin erstmals zurück nach Berlin kommt.
Der in Rio de Janeiro lebende Kurator Prof. Dr. Andreas Valentin entstammt der fünften Generation der Familie. Er zeigt historische Fotografien und Dokumente vornehmlich aus dem Familienarchiv, daraus erstellte Fotofilme und Re-Enactments in Form eigener aktueller Fotografien. Berlin nähert sich Brasilien bzw. Heimat dem Exil- und umgekehrt.
Zuletzt wurde das Projekt mit einem Preis der brasilianischen Kunststiftung ausgezeichnet.

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19 Uhr
R/emigration – Schicksal und Aufgabe. Andreas Valentin und Andreas Krase im Gespräch.
Weitere Rahmenprogramme erfahren Sie zeitnah auf unserer Webseite.

4.5. – 12.8.2018

HAUS am KLEISTPARK
Grunewaldstr. 6/7, 10823 Berlin-Schöneberg
Di-So 11 bis 18 Uhr, Eintritt frei
U7 Kleistpark, Bus M 48, M 85, 106, 187, 204

Vermittlungsprogramm für Schulklassen,
Informationen und Anmeldung: schule@jugend-im-museum.de
Telefon 030 / 266 42 22 42 / 44
Haus am Kleistpark




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