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Akademie der Künste / Hanseatenweg

lens-based sculpture

Gruppenausstellung



Ron Mueck, „Untitled“ (Shaved Head), 1990/1998, Silikon, Polyurethanschaum und Acrylfaser, 49,5 x 36,7 x 83,8 cm, Sammlung Hoffmann, Berlin, Foto: Jens Ziehe, © Ron Mueck

In der Ausstellung „lens-based sculpture“ wird zum ersten Mal das Verhältnis von Fotografie und Skulptur aus der Perspektive der Skulpturgeschichte dargestellt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die moderne Skulptur durch die Fotografie von dem jahrtausendealten Prinzip der Statue löste und in eine neue künstlerische Praxis verwandelte. Die Fotokamera dient als primäres Werkzeug der Bildhauerei, als Skizzenblock und als Hilfsmittel zur Übersetzung von räumlichen und strukturellen Wiedergaben in Masse und Form.


Hermann Pitz, Innen, Installation LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 1996/1997, Holux Reproduktionsapparat, Lampen, Fenster, ca. 300 x 800 x 800 cm, Dauerleihgabe der Kunststiftung NRW, Foto: LWL-LMKuK/Sabine Ahlbrand-Dornseif, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Der hier erstmalig verwendete Begriff der „lens-based sculpture“ verweist auf die in dieser Ausstellung neue Sichtweise auf die Skulptur und die Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Einfluss der Fotografie mit ihren technischen Möglichkeiten und ihrer Raum- und Dinganschauung trugen und tragen immens zur Veränderung der Ästhetk der Skulptur bei.

Ein ganz besonderes Highlight dieser Ausstellung ist die Rekonstruktion von Marcel Duchamps Monumentalplastik „Porta Gradiva“, die in dieser Form bisher nur ein einziges Mal 1968 in Paris zu sehen war. Des Weiteren markieren die Werke von Umberto Boccioni und Raymond Duchamp-Villon den Ausgangspunkt für „lens-based sculpture“. Den Kern der Schau bilden die seit den 1960er Jahren entstanden Arbeiten u.a. von John Ahearn, John Chamberlain, Tony Cragg, Valie Export, Rebecca Horn, Edmund Kuppel, Ron Mueck, Bruce Nauman, Giuseppe Penone, Hermann Pitz, George Segal, Roman Signer und Kiki Smith.

Die beiden Bildhauer Bogomir Ecker und Raimund Kummer entwickelten die Ausstellungsarchitektur, in welche zwei Denkräume integriert sind. Einem Archiv ähnlich, dicht und multimedial bestückt, eröffnen sie zusätzliche Einblicke in die komplexe künstlerische Recherche zu den Phänomenen von „lens-based sculpture“.

„lens-based sculpture“, eine Kooperation der Akademie der Künste und des Kunstmuseum Liechtenstein, präsentiert rund 200 Arbeiten von mehr als 70 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung wird kuratiert von Bogomir Ecker, Raimund Kummer, Friedemann Malsch und Herbert Molderings. Künstler und Kunstwissenschaftler erschaffen in dieser Ausstellung gemeinsam in direktem Austausch einzigartige Gegenüberstellungen künstlerischer Positionen und ungewöhnliche Präsentationsformen.

Es erscheint ein deutsch-englisches Katalogbuch mit Texten von Michel Frizot, Ursula Frohne, Friedemann Malsch, Herbert Molderings, Dietmar Rübel und Annette Tietenberg sowie einem Bildessay von Bogomir Ecker und Raimund Kummer.

Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds Berlin und Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.

lens-based sculpture. Die Veränderung der Skulptur durch die Fotografie
24. Januar – 21. April 2014

Eröffnung: Donnerstag, 23. Januar 2014, 19 Uhr

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, Tel. 030 20057-2000, info@adk.de

Di–So 11–19 Uhr, Eintritt EUR 6/4, bis 18 Jahre und dienstags von 15 bis 19 Uhr Eintritt frei

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Akademie der Künste, Berlin, und des Kunstmuseum Liechtenstein
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin und die Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.
Akademie der Künste / Hanseatenweg




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    19 Uhr: Zwischen den Bildern lesen, mit Prof. Torsten Schulz, im Rahmen der Ausstellung FOTO | ALBUM Private und anonyme Fotografie aus der Sammlung des Werkbundarchiv - Museum der Dinge | Oranienstraße 25 | 10999 Berlin

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