(Einspieldatum: 29.07.2013)

StrukturWandel in der Guardini Galerie


bilder

Axel Anklam, approximates, A, B, C, 2005, Polyethylen, Latex, Edelstahl, 500 x 500 x 160 cm, Copyright Axel Anklam,

Seit 2012 realisieren die Kuratorinnen Christiane Bühling-Schultz und Karin Rase Ausstellungsprojekte an verschiedenen Orten. Aktuell präsentieren sie in der Guardini Galerie am Anhalter Bahnhof Skulpturen, Malerei, Papierarbeiten und Collagen, die sich in unterschiedlicher Weise dem Thema Struktur nähern.
Räume entstehen durch mathematische Ordnungssysteme aus Flächen, Linien und Punkten. Axel Anklam, Fiene Scharp, Tatjana Schülke und Filip Zorzor nehmen diese Strukturen als Ausgangspunkt ihrer Auseinandersetzungen, übersetzen sie in ihre künstlerische Sprache.

© Filip Zorzor, Bettlerhuhn, 2009-2010, Acryl auf schwarzem Gesso auf Leinwand, 230 x 250 cm

Filip Zorzor (*1974 in Bukarest) lässt auf seinen großformatigen Acrylbildern farbige Flächen und organische Strukturen miteinander in einen Dialog treten. In seiner Arbeit "Bettlerhuhn" (2009/2010) reagiert der rumänische Maler und Meisterschüler der Hochschule der Künste Berlin auf kulinarische Eindrücke während seiner Aufenthalte in Asien. Seit 2008 ist Zorzor mehrere Monate im Jahr an der China Academy of Arts in Hangzhou tätig. Auf einem glatten Malgrund komponiert er Linien und aquarellhafte Flächen zu einem Bildgeflecht, aus dem die gefiederte Speise auftaucht, wenn auch lediglich assoziativ.

Die Skulpturen von Axel Anklam (*1971 in Wriezen) sind offene und körperliche Gebilde. Mit einer reduzierten, sehr klaren Formensprache reagiert der Bildhauer auf Urformen in der Natur. Die raumfüllende Installation "approximates, A,B,C" (2005) aus Polyethylen, Latex und Edelstahl ist eine dreiteilige Figurengruppe, die die Elemente Licht, Raum und somit auch die Besucher miteinbezieht. Anklam reduziert die organischen Formen unserer Umwelt, um sie sogleich durch ihr großes Volumen in unserer Wahrnehmung zu verstärken. Die Bewegung in den Objekten ist auch die Bewegung in den Augen und Körpern der Betrachter.

Auch Tatjana Schülkes Objekte sind in Bewegung, Collagen im Übergang von Malerei zu Plastik. Die 1960 in Bonn geborene Malerin arbeitet mit vorgefundenen Materialien, die sie verändert, zerschneidet, neu zusammensetzt. Ihr aktuelles Thema ist der Kreis, die universelle Struktur, mit der sie Bildkörper formt. Aus zweidimensionalen Kapa-Platten, einem leichten Verbundwerkstoff aus Papier mit Schaumstoffkern, formt die Künstlerin dreidimensionale Zeichnungen und Objekte. Die ausgestanzten Kreise überlagern sich, entwickeln molekulare, sehr dynamische Strukturen.

Die jüngste Künstlerin der aktuellen Ausstellung, die 1984 in Berlin geborene Fiene Scharp, hat ihr Kunststudium an der UdK Berlin im letzten Jahr als Meisterschülerpreisträgerin des Präsidenten abgeschlossen. Ihre Papierschnittarbeiten sind einerseits von großer Klarheit geprägt, ihre formale Annährung an die Materialien berührt: Papier, Graphit oder Tusche kommunizieren mit Holzplatten oder anderen Werkstoffen. So bearbeitet die Künstlerin Millimeterpapier mit einem dünnen Skalpell und schneidet kleine, exakte Kästchen aus den Bögen. Es entsteht eine textile Struktur, ein reliefartiges Gebilde, das Licht und Schatten wirft. Scharp transformiert die geometrische in eine organische Struktur. Der Wandel ist vollzogen.

StrukturWandel. Axel Anklam, Fiene Scharp, Tatjana Schülke, Filip Zorzor

27.07.-24.08.2013

Guardini Galerie
Askanischer Platz 4
10963 Berlin
Di-Fr. 14-19 Uhr, Sa. 12-18 Uhr
guardini.de/
cundkunterwegs.de//

Dr. Barbara Borek

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