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B3 Biennale

(Einspieldatum: 13.06.2017)

Food Art Week (7. – 14. Juli 2017)

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Mutatoes, 2006-Heute, © Uli Westphal,www.uliwestphal.de/mutatoes

Kunst und Essen, diese Verbindung ist nicht neu. Bereits in den 1960er Jahren schufen Künstler wie Daniel Spoerri Objekte mit und zum Essen, die als Eat Art in Galerien einzogen. „Lebensmittel als Kunstmaterial“, so nannte es Ralf Beil vor 15 Jahren.

„Essen ist kein Kunstobjekt“ entgegnen heute Tainá Guedes und ihr Team, und machen unseren Umgang mit der Nahrung zur künstlerischen Basis der Food Art Week. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit Potential, die 2015 in Berlin begann, im letzten Jahr in Paris stattfand und in diesem Herbst nach Bologna ziehen wird. Doch erst einmal stellen sich im Juli in Berlin Künstler_innen und Gruppen dem Thema „vs. meat“.
Produktion und Verbrauch von Fleisch stehen im Focus der Ausstellungen, Performances, Workshops und Filme. Kunst, Kritik und Küche – es wird eine intensive Woche, ein dichtes Programm erwartet alle, die sich mit den gesellschaftlichen und ökologischen Seiten des Fleischkonsums konfrontieren wollen. Dazu gehören auch Positionen, die nach den Rechten von Menschen und Tieren fragen, in ihre Fragen auch Feminismus und achtsamen Konsum mit einbeziehen.

Noch bis zum 14. Juli wird an verschiedenen Orten in der Stadt ausgestellt, gekocht und entworfen. Mit Erwachsenen und mit Kindern, denen ein eigener Programmbereich gewidmet ist. Die Eröffnung fand im Halleschen Haus in Kreuzberg mit einer Performance von Sebastian Liljedahl statt. Das Haus ist zentraler Ort der Food Art Week, um die zwanzig weitere Veranstaltungen können z.B. im Prinzessinnengarten, der Markthalle Neun oder der Entretempo Kitchen Gallery besucht werden. Die Galerie der Initiatorin, Kuratorin, Künstlerin und Köchin Tainá Guedes ist auch Infopoint während der Woche. Co-Kuratorin der Food Art Week ist Stephanie von Behr. Tainá Guedes ist überzeugt: „Art and food are two universal languages“.

Der Homepage der Ausstellung zeigt Arbeiten des Berliner Künstlers Uli Westphal. Er war bereits 2016 in Paris mit dabei und stellt dem oft klassifizierenden und genormten Blick auf die Natur experimentelle Obst- und Gemüsekreationen gegenüber. Die Liste der weiteren beteiligten Künster_innen ist lang: Ayrson Heráclito, Alexandra Buck, Anne Duk Hee Jordan, Bonnie Tchien, Chika Takabashi, Lenora de Barros, Maansi Jain, Naoko Yasukochi, Winston Chmielinski – um nur einige zu nennen. Jeden Tag sind Performances im Programm, u.a. von Alexis Goertz, April Gertler, Chris Lloyd, Frau Hue, Iara Guedes, Lukas Julius Keijser, Marisa Benjamin und Veronika Krenn.

Aktionen wie Brunch/ Lunch und ein Open Air Kino ergänzen die Berlin Food Art Week, auch ein Everyday Dinner wird angeboten. So kocht beispielsweise Stephan Hentschel im cookies cream in der Behrenstrasse 55 (Dienstag bis Samstag).

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Kate-hers RHEE, Fleischfreude Self Portrait, © Kate-hers RHEE

Insgesamt also ein wie gesagt sehr prall gefülltes Programm, vielleicht (noch) etwas unübersichtlich. Nicht zu übersehen dagegen die Sponsoren, ohne die es in der Berliner Kunstlandschaft scheinbar nicht mehr gehen kann. Zumindest eines ist aber ganz sicher: Die Partizipation der Besucher_innen ist erwünscht, gefragt und lohnenswert. Es wird eine Woche für alle Sinne – essen und trinken, sehen und agieren. An welcher Position dann die Kunst stehen kann, bleibt spannend.

FOOD ART WEEK

7. – 14. Juli 2017
Hallesches Haus
Tempelhofer Ufer 1
10961 Berlin
foodartweek.com/home19

Dr. Barbara Borek

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Titel zum Thema Food Art Week:

Food Art Week (7. – 14. Juli 2017)
Besprechung: Kunst und Essen, diese Verbindung ist nicht neu. Bereits in den 1960er Jahren schufen Künstler wie Daniel Spoerri Objekte mit und zum Essen, die als Eat Art in Galerien einzogen.

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