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17:25, 2013, C-Print, 50x50cm, Copyright by Galerie Bergwasser

Vernissage: Mittwoch, 25. Juni 2014, 18 - 21 Uhr
Ort: Galerie Bergwasser, Grolmanstr. 16/16A, 10623 Berlin
Der Künstler wird anwesend sein.
Ausstellung: 26. Juni – 09. August 2014
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr u.n.V.


Ihre Stirn ist in tiefe Falten gelegt, ihr Brillenglas fängt die Sonne über den Bergen ein – ihr Gesicht erzählt eine Geschichte, die Geschichte ihres Lebens, von der Sonne, dem Wind, von kalten Wintern und harter Arbeit.
In der Ausstellung Lebenslinien zeigt Galerie Bergwasser einen Ausschnitt der Eindrücke, die der Künstler Wang Yi auf seiner Reise durch Tibet gesammelt hat. Die dabei entstandenen Porträtaufnahmen zeigen tibetische Bergbewohner und die Spuren, die das Leben in dieser rauen Umgebung in den Gesichtern der Menschen hinterlassen hat.
Wang Yi stellt seine Kamera gerne an Orten auf, die von heutigen modernen Lebensweisen noch weitestgehend unberührt sind. So entstehen Aufnahmen mit einer unheimlichen Stille und Intimität. Für den Künstler ist das Fotografieren wie eine Meditationsübung. Die innere Ruhe, die er an dem Ort findet, an dem er sein Stativ aufstellt, ist auch in seinen Bildern wiederzufinden. Keine lauten Farben lenken vom Wesentlichen ab. Er zeigt die Sprache der Natur und der Zeit, die ihre Linien und Furchen in die Landschaft und in die Gesichter zeichnen. Hier sind wir weit weg von der grellen und geschönten Werbefotografie, die uns heute aus allen Ecken entgegenblickt.


16:19, 2013, C-Print, 50x50cm, Copyright by Galerie Bergwasser

Bevor sich der Künstler Wang Yi der Fotografie zuwandte, waren seine künstlerischen Ausdrucksmittel vorwiegend die Kalligrafie und Poesie: „Worte haben mich schon immer begleitet. Zum einen, weil ich als jemand, der gern mit dem Pinsel schreibt, von Rhythmus, Bewegung und Ästhetik des weichen Pinsels in den Bann gezogen werde, zum anderen, weil ich nach langjähriger Arbeitserfahrung im Schreiben eine Leidenschaft für den eigenen Charme der Worte und ihrer emotionalen Ausdruckskraft entwickelt habe.“ Gerade in China hat die Kalligrafie, in Verbindung mit der Poesie, einen besonderen Stellenwert und ist tief mit der kulturellen Geschichte des Landes verbunden. Doch für Wang Yi haben Worte in der heutigen Zeit ihre emotionale Ausdruckskraft verloren. Im Zeitalter von Twitter und Kurznachrichtendiensten haben Worte heute eine andere Bedeutung. Um sich dieser Veränderung zu entziehen, hat sich Wang Yi der Fotografie zugewandt. Die Bewegungen und Linien, die er vormals mit seinem Pinsel gezogen hat, sucht Wang Yi jetzt vermehrt in seinen Fotografien und ersetzt damit seine bisherigen Worte.
Lebenslinien, d.h. die Sichtbarkeit der Zeit in allen uns umgebenden Dingen, werden heutzutage oftmals verdeckt. Das Streben nach Perfektion und der Versuch die Zeit umzukehren, ist schon fast zur Normalität geworden. Dieser Künstlichkeit und Oberflächlichkeit versucht Wang Yi mit seinen Bildern entgegenzutreten.

Dr. Wang Yi (*1960, Jiangsu, China) ist ein chinesischer Kunsthistoriker, Dichter, Künstler sowie Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Forschung für die China National Academy of Painting beschäftigt er sich mit Entwicklungsökonomie und widmet sich der Kunstkritik und seiner eigenen Kunstsammlung mit u.a. antiken chinesischen Möbeln und Schriften.

In China sind mehrere Publikationen Wang Yis erschienen.

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Opening: Wednesday June 25, 2014, 6 - 9 pm
Venue: Galerie Bergwasser, Grolmanstr. 16/16A, 10623 Berlin
The artist will be present.
Exhibition: June 26 to August 09, 2014
Opening hours: Tue – Fri 10 am – 6 pm, Sat 11am – 4 pm and by appointment


Her brow is furrowed; the lenses of her spectacles catch the sun above the mountains. Her face tells a story - the story of her life, of the sun and the wind, of cold winters and hard work.
The exhibition Lebenslinien (Lifelines) at Galerie Bergwasser presents a cross-section of the impressions collected by artist Wang Yi on his travels in Tibet. The resulting photographic portraits show Tibetan mountain dwellers and the marks life has left on the faces of the people in this harsh environment.
Wang Yi likes to put up his camera in places that remain almost completely untouched by today’s modern lifestyles, taking photographs of incredible tranquility and intimacy. For the artist, taking photographs is like a meditation exercise. The inner repose he finds wherever he puts up his tripod can also be found in his pictures. There are no loud colors to distract one’s attention from the essence. He shows the language of nature and time that draw their lines and furrows in the landscape and the faces. Here, we are remote from the garishly touched-up advertising photography that gazes at us today wherever we look.
Before artist Wang Yi turned to photography, his main means of artistic expression was poetry. „Words have always been my companions. Firstly, because as someone who likes to write with a brush, I am entranced by the rhythm, movement and aesthetics of a soft brush. And secondly because, after many years of work experience of writing, I have developed a passion bordering on mania for the inherent charm of words and their power of emotional expression.“
Particularly in China, poetry, together with calligraphy, has special status and it has deep links with the country’s cultural history. But today, Wang Yi believes, words have lost their emotional force. In an age of Twitter and short messaging, words today have a different significance. Wang Yi has turned to photography to escape this change. Increasingly, Wang Yi now seeks the movements and lines he used to paint with his brush in his photographs, using them in place of what he used to say in words.
Nowadays, lifelines, that is to say, the visibility of time in everything that surrounds us, are often hidden. Striving for perfection and attempting to turn back the clock are now almost the norm. Wang Yi’s photographs endeavor to counter this artificiality and superficiality.

Dr. Wang Yi (*1960, Jiangsu, China) is a Chinese art historian, poet, artist and economist. In addition to his research for the China National Academy of Painting, he deals with development economics and is dedicated to art criticism and its own art collection including antique Chinese furniture and scriptures. He is published in China.



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