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museum FLUXUS+

OUT - LOOK

Costantino Ciervo


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"OUT-LOOK", 2017, Costantino Ciervo; VG Bildkunst 2019

Neueinrichtung der Präsentation „Zeitgenössische Künstler“

Herzliche Einladung zur Eröffnung Samstag, den 26. Oktober 2019 um 18:00 – 21:00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos. Einlass ab 18:00 Uhr.


Ausstellung 27. Oktober 2019 bis zum 19. April 2020
Mi – So 13:00 – 18:00 Uhr

Die Dauerausstellung ist mittwochs bis sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Letzter Einlass 17:30 Uhr. Eintritt 7,50; 6,00; 3,00 Euro.

Aus seiner Sammlung präsentiert das museum FLUXUS+ in der Sonderausstellung COSTANTINO CIERVO: OUT – LOOK bislang nicht gezeigte Arbeiten des in Berlin lebenden Italieners Costantino Ciervo. Der Maler, Grafiker und Medienkünstler wurde in seiner Jugend vom politischen Klima in den 70er Jahren in Neapel geprägt, was vielleicht die Frage beantwortet, warum gesellschaftspolitische Themen für ihn so zentral sind. Zu Beginn der 1990er Jahre begann Ciervo mit technischen Apparaturen zu experimentieren und nahm an der Biennale von Venedig mit einer interaktiven Skulptur teil. Den Künstler treibt stets die Frage an, ob und wie in einer Welt voller Individualismus und Paradoxie Ausgleich und Harmonie geschaffen werden können.

Die Ausstellung schlägt einen Bogen von Ciervos Tätigkeit als Maler und Zeichner im Berlin der 1990er Jahre hin zu seinen aktuellen, technikbasierten Objekten. Die Zusammenschau dieser technisch/medial sehr unterschiedlichen Arbeiten zeigt die konstante Beschäftigung mit politischen, wie ästhetischen Fragestellungen. Die empfindliche Papierarbeit Hommage an Marcuse (1990), die nur für kurze Zeit gezeigt werden kann, stellt eine Auseinandersetzung mit dem für die Kunst der Nachkriegszeit wichtigen Vertreter einer post-marxistischen Ästhetik dar. Sie steht der titelgebenden, auf der partizipativen Smartphone-App „Send Protest“ basierenden, 3-Kanal-Videoskulptur out–look gegenüber. Die Videoskulptur gehört zu den neuesten Erwerbungen des Museums und kann als Interpretation der Utopien Marcuses und als Statement zur Demokratisierung in der Kunst gelesen werden.

Die Zeitlosigkeit der Arbeiten Ciervos begründet sich aus ihrer Widmung für existenzielle Fragen der Menschheit heraus. Das ästhetische Spiel mit den Technologien unserer Zeit steht im Zusammenhang mit dem menschlichen Bewusstsein in einer vom Kapitalismus geprägten Welt. Auch Dokumentationen seiner Performances zeigen oftmals gross angelegte, mit Technologie ausgestattete Settings und erinnern in ihrer Ironie und Publikumsbeteiligung an Happenings der Fluxus-Bewegung. Den „revolutionären“ Protest-Charakter der Kunst (Marcuse) jedoch, der darin bestehe, durch die Macht der Phantasie und des Eros die Gesellschaft zu transformieren, verkörpert Ciervos Arbeit auf mehr oder weniger explizite Weise, indem er die politischen Inhalte formal analysiert und ihre ästhetischen Elemente mit der Haltung eines politischen Statements präsentiert.

Kurzbiografie
Costantino Ciervo (b. 1961 in Naples, Italy) lebt und arbeitet in Berlin, Deutschland. Ciervo ist einer der führenden Pioniere der interaktiven Videoinstallation und Skulptur. Er studierte Ökonomie und Politikwissenschaften an der Universität für Wirtschaft und Handel, Neapel und Philosophie und Kunstgeschichte an der Technischen Universität, Berlin. 1993 nahm er an der Biennale von Venedig, Italien, teil. Er wurde für den 11. Marler Videokunstpreis nominiert, Marl (2004) und für den Käthe-Kollwitz- Preis der Akademie der Künste, Berlin (2006). Seit 2009 ist er Mitglied des namhaften Deutschen Künstlerbundes. 2012 war er Stipendiat der Hans und Charlotte Krull Stiftung, Berlin.

Auswahl internationaler Ausstellungen (Einzel- und Gruppenausstellungen):
OUT-LOOK, museum Fluxus+, Potsdam, Deutschland (2019), here and now, O&O DEPOT, Berlin, Deutschland (2019), READYWASTE, temporäre Installation, Pavilion der Berliner Volksbühne, Kunstwort & Bildtext, Kunsthaus Zofingen, Schweiz (2018), Der Duft der Bilder – Werke der coleccio`n olorVISUAL, Barcelona“, Opelvillen Rüsselsheim, Deutschland (2018), Protest – Aktuelle Formen politischer Teilhabe, Kunstfestival Ortstermin 17 in Berlin Mitte/Moabit, Kunstverein Tiergarten/Galerie Nord und im Stadtraum, Berlin, Deutschland (2017), re:publica 2017 – Lightning Talk about „Send Protest – A Participatory Art Project with App and Database“, Berlin, Deutschland (2017), Times They are a Changin´, Park, Platform for visual arts, Tilburg, Niederlande (2016) Berlin, Deutschland (2016), POLITIC(S), Art Stays - 14. Festival für Zeitgenössische Kunst, Ptuj, Slovenien (2016), boom, bubble, blast, Motorenhalle, Kunstverein Riesa e.V., Dresden, Deutschland (2015), Competition, TRA Art Association Treviso, Italien (2014), Ferhat Özgür /Costantino Ciervo, Galerie Bernhard Bischoff & Partner und Sammlung Videokunst.ch, Bern, Schweiz (2014), Looking for Video, Galerie Claudine Papillon in Partnerschaft mit Palais de Tokyo während der Ausstellung "Nouvelles Vagues", Paris, Frankreich (2013), Dive and Run, q21, Museumsquartier Wien, Wien, Österreich (2013), Macht der Freiheit - Freiheit der Macht, museum FLUXUS+, Potsdam, Deutschland (2012), Destroy Linear Time, dispari & dispari Projekt, Reggio Emilia, Italien (2011), auto.MOBIL, Kunstverein Erfurt, Peterskirche Erfurt, Deutschland (2011), Sign & Time, transmediale.11, Kunstverein ConcentArt e. V., Berlin, Deutschland (2011), Erased Walls, Mediations Biennale Poznan 2010, Polen (2010), House Bugs, Internationales Cyber Kunst Festival 2010, St. Petersburg, Russland (2010), Perversion of Signs, CentrePasquArt, Biel/Bienne, Schweiz (2009), Notation. Form und Kalkül in den Künsten, Zentrum für Kunst und Medien, ZKM, Karlsruhe, Deutschland (2009), El Mundo Fleuye/ El Món Flueix, Museu MaríLtim de Barcelona, Barcelona, Spanien (2009), Nation and Nature, Museum on the Seam, Jerusalem, Israel (2009), Radical Theories, Fondazione (Foundation) Mudima, Milan, Italien (2007), La vida privada. Colección Josep M. Civit, CDAN Centro de Arte e Naturaleza, Fundación Beulas, Huesca, Spanien (2007), Some from Bern, some from elsewhere ‒ Sammlung Carola und Günther Ketterer-Ertle, Museum Liner Appenzell, Appenzell, Schweiz (2007), Deutsche Video-Kunst 2002-2004, 11. Marler Videokunstpreis, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Deutschland (2004), Declaration ‒ 100 Artists for Peace, Nationalmuseum für Zeitgenössische Kunst, Seoul, Korea (2004), Linke Hand – Rechte Hand, 798 Space Art & Culture, Peking, China (2003), CollageWelten 1 – Das Experiment, Kunst-Museum Ahlen, Deutschland (2001), After the Beginning and Before the End – Instruction Drawings/ Instruksjonstegninger, From The Gilbert and Lila Silverman Collection, Detroit, Bergen Kunstmuseum, Dänemark (2001), Zeitskulptur, Oberösterreichische Landesgalerie Linz, Österreich (1997), Cluster Images, 2. Werkleitz Biennale, Dessau, Deutschland (1996), Oniscus Murarius, mit Ottomar Kiefer, Kunst- Werke, Berlin, Deutschland (1994) und Deterritoriale, XLV. Biennale di Venezia, Venedig, Italien (1993).

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