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LECTURE PERFORMANCE

ISAAC SULLIVAN



Isaac Sullivan, Echo Holdings x Ω, MNFA, Amman, 2023. Foto: Baha Suleiman

If a picture is a hallucination machine, then what is the frame?



Isaac Sullivan: Lecture Performance Echo Holdings x Hallucinations
14. Juni 2023, Beginn: 19 Uhr
Akustische Video-Intervention in der Digitalvilla am Hedy Lamarr-Platz, Potsdam, Zentrum Industrie 4.0

Chyron, AI-Talk mit Isaac Sullivan
15. Juni 2023, Beginn: 19 Uhr, Digitalvilla

Mit der Lecture Performance „Echo Holdings x Hallucinations“ von Isaac Sullivan wird das Programm GLITCH PHENOMENA 3.0 am 14. Juni (19 Uhr) im Zentrum Industrie 4.0 der Digitalvilla am Hedy-Lamarr-Platz (Karl-Marx-Str. 67, Potsdam) fortgesetzt. Für den 15. Juni, 19 Uhr, lädt die Digitalvilla anlässlich der Wand-Installation „If a picture is a hallucination machine, then what is the frame?“ zu einem AI-Talk ein.

Anmeldung erforderlich: kontakt@verena-voigt-pr.de


AI-Hallucinations: Sinnlos plausible Unwahrheiten


Die breite Zugänglichkeit von maschineller Lerntechnologie und LLM wie ChatGPT lässt aktuell das Phänomen der Fehlerträchtigkeit von KI offen zu Tage treten. Diskutiert wird es u.a. unter dem Begriff der AI-Hallucination. Unbehagen und Unverständnis beschleicht die digitale Community. Nicht zuletzt darüber, dass dieser ChatBot oft „soziopathisch“ und sinnlos plausibel klingende Unwahrheiten in die vortrainierten, generativen Inhalte einbettet und Unwahrheiten produziert, von denen wir nicht wissen, wie wir sie wieder loswerden sollen.


Isaac Sullivan, Echo Holdings x Ω, MNFA, Amman, 2023. Foto: Baha Suleiman

Akustische Video-Intervention:


Lecture Performance Echo Holdings x Hallucinations
Isaac Sullivan zeichnet in seiner Lecture Performance „Echo Holdings x Hallucinations“ am 14. Juni die affektiven Intensitäten und Assoziationsfelder im Zusammenhang mit KI-Halluzinationen nach: sowohl als Problem als auch als Spiegelbild des Halluzinatorischen in der populären Imagination. In seiner künstlerischen Recherche erforscht der in Dubai lebende Künstler die eigenwilligen Grenzen aufkommender technologischer Verhaltensweisen und deren Konvergenzen mit bestehenden Mustern menschlichen Denkens. Sullivan destabilisiert die Unterscheidung zwischen menschlicher und nichtmenschlicher Handlungsfähigkeit durch experimentelle Assemblagen. Dabei interessiert er sich für künstliche Intelligenz, Klangkunst und daraus abgeleitete Problematiken von Raum (space) und Ort (place).


Isaac Sullivan, Echo Holdings x Mirrors, Alserkal Avenue, Dubai, 2021

In seinen Ausstellungen und Performances arbeitet Sullivan mit räumlichen und zeitlichen Formen der Latenz. Er erzeugt durch Zeitversetzungen und visuelle Verschiebungen charakterisierte Videos, Installationen und akustische Interventionen. Im Jahr 2018 nahm er an der Taschkent Biennale und der Beirut Design Week teil. 2019 war er mit der performativen Raumintervention UTOPICS im Rahmen des Begleitprogramms des ECC auf der Biennale in Venedig vertreten. Sullivan ist Assistenzprofessor für Bildende Kunst an der Zayed University.

Der Forschungsansatz von „Echo Holdings“ ist komplex: Seine Referenzen sind nicht wissenschaftlicher oder wissensbildender Natur, vielmehr schafft er in seinen Lectures Performances und akustischen Videointerventionen Bedingungen für sinnliche Entfaltungen und Resonanzen. Seine Absicht besteht darin, die Inhalte von der Mündlichkeit zu subtrahieren und zu sehen, was übrigbleibt. Dabei interessieren ihn gleichermaßen lyrische Destillationen, Wiederholungen, Gesang auf Grunge-Niveau und extreme Skalenerweiterungen, die ihre Energie aus den Echowirkungen von Zitaten schöpfen.


Isaac Sullivan, Chyron: First Words, 2022


Eine poetische KI, benannt nach Chiron, dem verwundeten Heiler


Zusätzlich zur Beschäftigung mit KI-Verhalten hat Sullivan im Jahr 2022 eine künstliche Intelligenz namens Chyron geschaffen. Sie ist trainiert mit den Textprojektionen seines Rauminterventionsprojekt UTOPICS, das aphoristische, oft provokante Aussagen über systemisches Denken, das Selbst, den Tod und das Bild generiert. Im Vorwort des Künstlers zu „Chyron: Grammar of Simultaneity“ (in der Publikation Future Perfect: Catastrophe and the Contemporary, Hrsg. Rohit Goel, Kaph Books, 2023) heißt es: „Chyron gibt nicht vor, ein Mensch zu sein; er ist nach Chiron benannt, dem „verwundeten Heiler“ der griechischen Mythologie. Chyron beantwortet Fragen wie: „Was zeichnet eine nicht-nostalgische Beziehung zur Zukunft aus?“, „Was ist die Frage, auf die das Bild die Antwort ist?“ oder „Wann sind wir jetzt?“. Seine Antworten sind durch poetische Glitchs, Iterationen und Überraschungen gekennzeichnet, die den Leser in seine eigene Vorstellungswelt rückverwickeln. 

Chyron wurde unter Verwendung des GPT-3-Modells von OpenAI, der Davinci-Engine, mit technischem Support und Hosting von der DARA-Plattform erstellt. Die GFZK e.V. unter kuratorischer Leitung von Verena Voigt unterstützte die Raumintervention UTOPICS 3 (2021) in der Matthäus-Kirche im Kulturforum in Berlin-Tiergarten. Isaac Sullivans künstlerischen Konzepten sind oft Wiederverwertungsstrategien eigen. Die derzeitigen Besucher:innen der Berliner Intervention können die Weiterentwicklung dieses künstlerischen Konzepts im Medium von KI und kritischer Reflexion erleben.

Chyron: If a picture is a hallucination machine, then what is the frame?


Mit der Installation „If a picture is a hallucination machine, then what is the frame?“ von Isaac Sullivan in den Institutsräumen der Digitalvilla ist die Ausstellung GLITCH PHENOMENA 3.0 vorerst komplett. Sie beinhaltet nun Arbeiten von Rosa Menkman, Nadja Verena Marcin und Katrin Leitner. Im Vermittlungsprogramm wurden Fragestellungen zur Glitch Art & Ästhetik, Glitch Ethik & Politik, Glitch Feminismus, Algorithmensucht und Detoxifikation diskutiert.

Gefördert von der Stiftung Kunstfonds NEUSTARTplus aus den Mitteln der BKM


Das Programm GLITCH PHENOMENA 3.0 wird von der Stiftung Kunstfonds NEUSTARTplus Plattformen der Bildenden Kunst aus den Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert. Es ist eine Kooperation der Platform Glitch Aesthetics (Verena Voigt M.A., GFZK e.V.) und der Digitalvilla und wird in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Norbert Gronau, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik Prozesse und Systeme der Universität Potsdam (Karl-Marx-Str. 67) organisiert.

Die Ausstellung kann auf Anfrage besucht werden, Anmeldung erforderlich: kontakt@verena-voigt-pr.de

Weitere Informationen zum Projekt: GLITCH PHENOMENA 3.0

Anfahrt: DIGITALVILLA am HEDY-LAMARR-PLATZ

Kontakt: Verena Voigt M.A. GFZK e.V.
M ++ 49 163 191 1669

Gefördert von der Stiftung Kunstfonds
NEUSTARTplus Plattformen der Bildenden Kunst
aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien



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