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Rubica von Streng

Museum Schloss Mitsuko
paper works

Gruppenausstellung



Rubica von Streng, Tayōna Fūkei – TFD 1, 3, 5 (v.l.); kolorierte Tuschezeichnungen auf Kozo-Papier, © Efacts Photography

Die Ausstellung „paper works“ bringt vielfältige Positionen internationaler Künstlerinnen und Künstler im Museum Schloss Mitsuko zusammen. Ihnen gemein sind die Leidenschaft für Arbeiten auf und aus Papier sowie der Hang zur minimalistischen, naturnahen Auseinandersetzung mit Themen und Material.

Vielfältige Landschaften – auf japanisch: Tayōna Fūkei – zeichnen die Topografie im Land der aufgehenden Sonne aus. Auf einer ausgedehnten Reise durch Japan erkundete die Berliner Künstlerin Rubica von Streng sowohl Millionenmetropolen wie Tokio, Osaka und Kyoto als auch ursprüngliche, ländliche Regionen wie die Präfektur Nara im Süden von Honshu. Die dabei gewonnenen Eindrücke und Inspirationen flossen in ihre Werkserie „Tayōna Fūkei“ ein. Sie gliedert sich in vier Teile, die mit unterschiedlichen Materialien entstanden sind, und umfasst insgesamt 40 kolorierte Tuschezeichnungen auf handgeschöpftem Papier aus einer Manufaktur in Yoshinogawa auf der Insel Shikoku und 16 monochrome Tuschezeichnungen auf leichterem Washi-Papier aus maschineller Herstellung, ebenfalls in Japan produziert.

Gleichsam an Momentaufnahmen erinnernd, schuf die Künstlerin minimalistisch-farbreduzierte sowie monochrome Zeichnungen; in „Tayōna Fūkei“ ist die Ästhetik der Reduktion und Einfachheit stets präsent. Sie verweist damit auch auf die Tradition des Hokku – des kurzen Gedichts, das oft von der Natur inspiriert ist – und erforscht zudem die Idee des Wanderns durch unterschiedlichste, ihr zuvor unbekannte Landschaften. Auf diese Weise baut von Streng eine Brücke zur japanischen Kultur und deren ganz eigener Sicht auf die Natur.

Zehn der kolorierten Arbeiten sind vom 30. September bis 31. Oktober 2023 im Museum Schloss Mitsuko in Thürkow, Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen der Gruppenschau „paper works“ zu sehen. Das in Deutschland einzigartige Museum hat sich auf die Sammlung und Präsentation japanischer Kunst sowie auf internationale zeitgenössische Positionen spezialisiert. „Zugleich spielen philosophische, ostasiatische Leitlinien des Denkens und der Ästhetik eine wichtige Rolle bei der Auswahl der auf Schloss Mitsuko gezeigten Arbeiten“, sagt Museumsdirektor Ralph Tepel.

Ausstellung „paper works“
Museum Schloss Mitsuko Thürkow-Todendorf
30.09.2023–31.10.2023
www.schloss-mitsuko.org

An der Ausstellung „paper works“ nehmen folgende Künstlerinnen und Künstler teil:

Jürgen Adamek

Fotograf, Fotokünstler, ehemaliger Galerist und Journalist aus der Hansestadt Lübeck mit großer Liebe zu China und Japan. Seine fotografischen Arbeiten Palimpsest-artiger Wände aus China, die Parolen und Bilder an Wänden, unter denen jeweils auch ältere wieder zu Tage treten, sind in ihrer Übertragung auf Papier auch eine Reflexion des Pergaments.

Monika Bertermann
Die Künstlerin aus Neubrandenburg, mit ihren Arbeiten aus Röntgenfilm 2022 sowohl für den Rostocker als auch den Kunstpreis MV der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Neubrandenburg nominiert, widmet sich in ihrer aus einer skulpturalen im Objektrahmen zum Relief transformierten Papierarbeit dem Papier als figurativem Element.

Maks Dannecker
Die Künstlerin zählt zu den meistausgestellten „ultra contemporary artists“ 2022 und 2023. Die Arbeiten, die sie zu „paper works“ beisteuert, setzen sich mit einem wichtigen Thema der Papierherstellung auseinander und spielen mit der Wirkung von optischen Aufhellern bzw. mit dem Verzicht auf solche. Es handelt sich um feinst nuancierte Werke, deren fotografische Reproduktion herausfordernd ist, weshalb für den Katalog auf Aufnahmen der Künstlerin zurückgegriffen wird.


© Silvia Heger

Silvia Heger
Die Künstlerin vom Bodensee hat China, Japan und Südkorea mehrere Monate bereist und widmet sich seit Jahren dem Papier in Objekten und Reliefs. Nachdem wir im Frühjahr 2023 ihre schwebenden Objekte im Rahmen der Ausstellung „Wege zur Schlichtheit 19 – Randori“ präsentiert haben, folgen in „paper works“ nun Reliefs. Diese Arbeiten spielen mit dem Papier und seiner Herstellung in Japan, bei der unter anderem Rosshaar verwendet wird.

Keiko Koana
Die Künstlerin stammt aus Tokio und hat dort sowie an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster studiert; sie lebt und arbeitet in Essen. Koana widmet sich dem Papier in Aqualrelltechnik und zieht die besonderen japanischen Papiere auf Holzkörper auf, die installationsartig gehängt werden. Sie gewinnen ihre außerordentliche Wirkung durch die Gruppierung und Hängung.

Bernd Kommnick
Seit vielen Jahren ist er ein Vertreter der konkreten Kunst. 2022 widmete Schloss Mitsuko Kommnick eine Retrospektive über sein Werk der letzten 25 Jahre. Die „paper works“-Ausstellung hat ihn dazu inspiriert, Arbeiten erneut in den Fokus zu nehmen, die er vor 20 Jahren auf Kupferdruck-Papieren erschaffen hat – eine Nische in seinem Werk, die Anklänge an Kalligraphie zeigt.


© Gisela Krohn

Gisela Krohn
Sie wirkte als Theatermalerin an der Deutschen Oper Berlin und ist eine Meisterin des Lichts. Gisela Krohn, die an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ihr Studium absolvierte, bezieht ihre Themen aus der Natur, als deren Teil sie das menschliche Wesen begreift. Im Rahmen ihrer Auslandsaufenthalte entstanden Papier-Arbeiten, die später in Gemälde-Projekten mündeten. Es sind prozesshafte Lichtskizzen, die dem Papier die Rolle des Mobilen, des Schnellen, des Skizzenhaften und des Momentums geben.

Kumagai
Kumagai ist ein großer Meister der Kiri-e des 20. Jahrhunderts, also der Messerschnitt-Bilder, von denen sich eine Reihe in der Sammlung Radeloff befinden. Diese Kunstgattung gehört zu den nationalen Kulturschätzen Japans und wird seit mehr als 1.400 Jahren praktiziert.

Toshihiko Monobe
Auch dieser Künstler ist Teil der Sammlung Radeloff und zählt zur Kalligraphie-Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

Heinrich Johann Radeloff
Henri Radeloff, wie er international genannt wird, ist Gründer von Schloss Mitsuko – Museum für Japan und zeitgenössische Kunst, lehrte mehr als 40 Jahre in Kyoto als Professor, ist Absolvent der Chelsea School of Art in London, Gründungskünstler der Woolongong Gallery in Sydney, war Künstler auf der Weltausstellung von Osaka und zählt zu den bedeutenden Meistern der japanischen Tusche-Malerei des 20. Jahrhunderts. Seine Werke zeugen vom meisterhaften Umgang mit Papier.

Lorenz Radeloff
Der Sohn des Gründers von Schloss Mitsuko ist studierter Filmemacher und Filmzeichner und seit Jahren als bildender Künstler und Spieleentwickler tätig. Ihm ist in diesem Jahr die Ausstellung „Find me“ in Schloss Mitsuko gewidmet, die Werke aus 30 Jahren seines Schaffens zeigt. Eine Serie ist ausgenommen in dieser Retrospektive: Seine geometrischen, abstrakten Werke werden in „paper works“ zu sehen sein. Sie sind auf schweren japanischen Papieren gearbeitet.

Folkert Rasch
Der aus Wilhelmshaven stammende, in Köln lebende Künstler tritt in „paper works“ mit besonderen Arbeiten in japanischen Farbtönen und auf Papier in Erscheinung. Thematisch bleibt er sich mit seinen „See-Stücke“n treu, aber das Material sorgt für neue Eindrücke und bringt ihn zu anderen Sichtweisen, die weniger kontrolliert, spontaner und mehr dem puren Lichteindruck verpflichtet wirken.

Ulrich Reimkasten
Der ehemalige Professor an der Burg Giebichenstein in Halle gilt als Meister in vielen Disziplinen, der angewandte und freie Kunst nicht auseinander dividiert. Seine Arbeiten zeugen von der Auseinandersetzung mit allen Epochen zeichnerischer Verarbeitung der Welt – von frühesten Höhlenmalereien bis zur Gegenwart in vielen Kulturkreisen. Die in „paper works“ gezeigten Werke gehören zur Serie „Kreidezeit“.

Maik Schrainer
Der jüngste Teilnehmer wandelt auf den Wegen der neuen Leipziger Schule. Seine Papierarbeiten stellen eine besondere Herausforderung dar – nicht nur im Umgang mit dem Medium, sondern auch in der Präsentation.

Shinka
Auch dieser Künstler ist mit Werken in der Sammlung des Museums vertreten und zählt zur Kalligraphie-Avantgarde des 20. Jahrhunderts.

Ralph Tepel
Der Meisterschüler von Professor Alfons Engling arbeitet seit 38 Jahren in den Bereichen Fotografie, Skulptur, Installation und Malerei. Seit 30 Jahren ist er Kurator und seit 2018 Direktor von Schloss Mitsuko. Für „paper works“ schuf er eine Papier-Installation.

Klaus Völker
Der Enkel von Karl Völker kümmert sich nicht nur um das Erbe seines großen Vorfahren, sondern ist seit vielen Jahrzehnten als Tusche-Maler und als Restaurator mit Papier befasst. Er war Assistent an der Burg Giebichenstein und ist seit Jahrezehnten als hochgeschätzter Ausstellungmacher und -designer für viele Museen unterwegs. Seit 2021 widmet er sich der Messerschnitt- und Scherenschnitt-Kunst. Arbeiten aus der Serie „Digi-Tanten“ werden zu sehen sein.

Rubica von Streng
Rubica von Streng lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Studium an der Universität der Künste, Berlin, schloss sie 2018 als Meisterschülerin ab. Es folgten Ausstellungen unter anderem im KIT Düsseldorf, im Haus der Kunst, München, in der Berliner Galerie Tammen sowie in der Kulturkirche Stralsund. In „paper works“ zeigt die Künstlerin zehn kolorierte Tuschezeichnungen auf handgeschöpftem Kozo-Papier, gerahmt mit Ahornholz.


Rubica von Streng

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15 Uhr: mit den Kurator:innen Katharina von Hagenow, Uladzimir Hramovich und Paulina Olszewska im Rahmen der Ausstellung "manchmal halte ich mich an der luft fest". Galerie im Körnerpark | Schierker Str. 8 | 12051 Berlin

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