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Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

Zeit der Umbrüche: Fotografien 2014 – 2024

Johanna-Maria Fritz


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Aus der Serie „Like a bird“
Iran, Afghanistan, Palästina oder Dagestan – diese Kri- senregionen sind für ihre schwierige Lage bekannt und für die politische Unfreiheit, mit der ihre Bürgerinnen und Bürger leben müssen. Doch die Menschen haben eine eigene Zirkuskultur entwickelt, die ihnen Freiräume eröffnet. Mitglieder des Mädchenteams des MMCC (Mobile Mini Circus for Children) proben 2016 vor einer Aufführung in einem Park in Kabul. Der Kinderzirkus wurde 2002 in Afghanistan gegründet und besteht bis heute, wenn auch mit weniger Aufführungen. Johanna Maria Fritz / Ostkreuz



• Ausstellung: 28. Februar – 25. Mai 2025
• Eröffnung: 27. Februar 2025 | 18:00 Uhr
• Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography


Eröffnung: 27. Februar 2025 | 18:00 Uhr (Eintritt frei | Ausweis erforderlich)
Es sprechen: Mirja Linnekugel (Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus),
Barbara Stauss (Kuratorin)

Anlässlich des diesjährigen Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus (FkWBH) die umfassende Einzel- ausstellung „Zeit der Umbrüche: Johanna-Maria Fritz. Fotografien 2014 – 2024“. Die Berliner Fotografin findet ihre Motive in Konflikt- und Kriegsgebieten, in zerfallenden Staaten, bei verfolgten Minderheiten, an den Rändern der Gesellschaft. Die Ausstellung wirft einen Blick auf das bereits beachtliche Werk der erst 30-Jährigen: Vom 28. Februar bis 25. Mai 2025 werden im Willy-Brandt- Haus über 100 Bilder der Fotografin aus den letzten zehn Jahren gezeigt.

Johanna-Maria Fritz wurde 1994 in Baden-Baden geboren und zog 2011 nach Berlin, wo sie seit 2019 Mitglied der unabhängigen Fotoagentur Ostkreuz ist. Seit ihrem Abschluss 2016 an der Ostkreuzschule für Fotografie hat sie bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie etwa den Inge Morath Award 2017, den Deutschen Friedenspreis Fotografie 2019 und einen World Press Photo Award 2024. Sie wird von der Galerie Artco vertreten.

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Aus der Serie „Die Flut“
Johanna Maria Fritz war eine der ersten Journalistinnen, die nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der Südukraine in Cherson eintrafen. Ein überschmemmter Vorgarten auf der Insel Korabel in der Region Cherson im Juni 2023. Johanna Maria Fritz / Ostkreuz


Die Fotografien von Johanna-Maria Fritz führen meist in Kriegs- und Krisenregionen. Fritz schaut an die Ränder der Gesellschaft, aber auch mitten hinein, denn immer wieder stehen Kinder und Jugendliche und vor allem auch Frauen im Fokus ihrer Arbeiten. In Konfliktgebieten sucht sie nach Alltagsgeschichten und will auch die Widersprüche einer Gesellschaft aufzeigen. Ihre Themen begleiten sie meist über viele Jahre, oft kehrt sie an Orte zurück, greift die Geschichten erneut auf und bildet so Veränderungen ab. Oder sie entwickelt aus ihren eigenen fotografischen Arbeiten vor Ort neue Werke.

Die Ausstellung wird von der Fotoredakteurin Barbara Stauss kuratiert, einer langjährigen Wegbegleiterin der Fotografin. Mirja Linnekugel, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus, sagt über die Ausstellung: „Nachdem wir in der Vergangenheit immer wieder einzelne Werke von Johanna-Maria Fritz gezeigt haben, freuen wir uns jetzt sehr, ihren Arbeiten eine gesamte Ausstellung widmen zu können. Ihre Fotografien bringen uns mit einem empathischen Blick nah zu den Menschen und ihren Geschichten.“

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Aus der Serie "Like a bird"
Iran, Afghanistan, Palästina oder Dagestan – diese Krisen- regionen sind für ihre schwierige Lage bekannt und für die politische Unfreiheit, mit der ihre Bürgerinnen und Bürger leben müssen. Doch die Menschen haben eine eigene Zirkus- kultur entwickelt, die ihnen Freiräume eröffnet. Majed Kallub posiert 2016 auf Stelzen vor dem Gebäude der Gaza Circus School im Stadtteil Betlaahya in Gaza-Stadt. Hinter ihm fährt ein mit Hamas-Kämpfern beladener Pickup vorbei. Johanna Maria Fritz / Ostkreuz


Die Ausstellung spannt einen Bogen von den frühen Serien über die Zirkuskultur in der islamischen Welt (Like a Bird, 2014 – 2019), zu den Taliban und der aussichtslosen Situation für Frauen und Mädchen in Afghanistan (Ein afghanischer Teppich, 2022) bis zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine (A Grave in the Garden, 2022 – 2024). Mit einer Serie über moderne Hexen in Rumänien (Daughters of Magic, 2019 – 2020) und bisher unveröffentlichten Arbeiten zum Thema Jungfräulichkeit (Keep her pure, 2021–2024) werden weitere Aspekte im beeindruckenden Schaffen der Fotojournalistin gezeigt.

WILLY-BRANDT-HAUS
Stresemannstr. 28
10963 Berlin
(U-Bhf. Hallesches Tor)
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.   |   Karte

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