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Galerie im Tempelhof Museum

Dispersion

Wataru Murakami


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Untitled (Backstage – PFW W SS 24), 2023–2025
© Wataru Murakami
Handkolorierter Print


5. September 2025 – 11. Januar 2026

Eröffnung
Donnerstag, 4. September 19 Uhr

Einführung
Rossella Scrascia, Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung


In der Ausstellung „Dispersion“ (dt. Zerstreutheit) setzt sich der in Japan geborene und in Kanada sowie den USA aufgewachsene Künstler Wataru Murakami mit den Themen Zugehörigkeit und Identitätssuche auseinander.
Der Titel verweist auf eine sozio-kulturelle Streuung, wie sie Murakami selbst erlebt hat. Dieser Zerstreutheit tritt eine innere, emotionale Zerrissenheit zur Seite. Die Arbeiten reflektieren eine eigene, hybride kulturelle Identität – wie sie häufig bei Menschen entsteht, die in einer anderen Kultur aufwachsen als ihre Eltern. Ausgehend von seiner persönlichen Lebens- und Kulturgeschichte sucht Murakami eine Antwort auf die oft gestellte Frage: „Woher kommst du?“

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Untitled (JAX 01, Diriyah), 2025
© Wataru Murakami


Murakami fotografiert menschenleere Orte, kaum wahrgenommene Details und Spuren von Bewegungen. Mittels leerstehender Stadtansichten navigiert der Künstler zwischen Erinnerung und Gegenwart, indem er auch an die Orte zurückkehrt, die einst Heimat bedeuteten. Unbemerkte Details rücken ins Zentrum und erlauben ihm eine distanzierte Beobachtung vertrauter Szenarien, die er zu entschlüsseln versucht.

Erst in einem zweiten Moment nähert sich Murakami seinen Bildern erneut an. Neben dieser spezifischen Form des Sehens, die in seinen Fotografien zum Ausdruck kommt, werden visuelle Eingriffe wie Übermalungen und Fragmentierungen zum Kern seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Mittels dieser Eingriffe überspitzt Murakami seine Empfindungen und das Gefühl der Zerstreutheit. Er nähert sich seinen Bildern auf eine physische, fast meditative Weise. Indem er gezielt bestimmte Bildelemente ausblendet oder hervorhebt, zeigt er: Wahrnehmung ist nicht neutral, sondern wird durch Erfahrung, Erinnerung und kulturelle Prägung geformt. Wenn Murakami dasselbe Foto mehrfach bearbeitet, legt er mit jeder neuen Version eine weitere Schicht seiner konditionierten Wahrnehmung frei. Wie ein visuelles Tagebuch dokumentiert jede Bearbeitung seine persönliche Suche nach dem Verborgenen im Sichtbaren.

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Baskets of Fruits, 2023
© Wataru Murakami
Tintenstrahldruck auf DIN-A4- Recyclingpapier (80 g), zugeschnitten und zusammengeklebt, 50 × 40 cm


Mit „Dispersion” erzählt Wataru Murakami von der Sehnsucht, sein Ich – als Individuum und als Künstler – klar zu definieren, und von der Gewissheit, dass eine Welterfahrung ohne eingeschriebene Konditionierung nicht möglich ist. Diese fotografische Spurensuche verweist auf das Verlangen nach Zugehörigkeit in einer zunehmend fragmentierten Welt.

Wataru Murakami (*1983 in Matsuyama, Japan) lebt und arbeitet seit 2017 in Berlin. Nach seinem Studium der Geisteswissenschaften an der Sophia Universität in Tokio, studierte er Fotografie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.
Seine Werke wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, zuletzt im Ehime Museum of Art (2025) und im Tokyo Metropolitan Art Museum in Japan (2023), sowie bei der Kunststiftung Baden-Württemberg in Stuttgart (2019).
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter im Jahr 2023 das Foto-Arbeitsstipendium des Haus am Kleistpark, das INITIAL Sonderstipendium der Akademie der Künste Berlin (2021), sowie das Stipendium der POLA Art Foundation.

Artist Talk
mit Wataru Murakami und Rossella Scrascia
Samstag, 22. November 2025, 18 Uhr

Galerie im Tempelhof Museum
Alt-Mariendorf 43
12107 Berlin

Telefon 90277-6964

Eintritt frei
Kein barrierefreier Zugang Mo geschlossen
Di-So 13-18 Uhr
Do ab 10 Uhr

Galerie im Tempelhof Museum

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