Dienstag, 25. November 2025, 18 Uhr
Ausstellung vom 26. November 2025 bis 15. Februar 2026
Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, Sa und So 11-17 Uhr Eintritt frei
Begrüßung
Heike Schmitt-Schmelz | Bezirksstadträtin
Barbara Höffer | Kommunale Galerie Berlin
Einführung
Zuzanna Skiba | Vorstand VdBK1867 & Kuratorin der Ausstellung
Preisverleihung
Ute Gräfin von Hardenberg | Ehrenmitglied VdBK1867 & Stifterin
Laudatio
Veronika Witte | Galerie Nord
Mit der feierlichen Preisverleihung des 13. Marianne-Werefkin-Preises am Dienstag, den 25. November 2025 um 18 Uhr, wird zugleich die Nominierten-Ausstellung eröffnet. Bereits zum zweiten Mal wird der Preis in der Kommunalen Galerie Berlin ausgerichtet, womit eine wichtige Initiative zur Förderung und Sichtbarmachung von professionellen Künstlerinnen in Berlin unterstützt wird.
Die nominierten Künstlerinnen in diesem Jahr 2025 sind Mehtap Baydu, Nadine Fecht, Beate Gütschow, Käthe Kruse, Heike Kabisch und Ulrike Mohr. Die Ausstellung bildet eine Bandbreite künstlerischer Positionen und Ausdrucksmittel ab. Die Preisträgerin wird am Abend der Vernissage benannt. Parallel zur Ausstellung wird eine Auswahl von Werken ehemaliger nominierter Künstlerinnen in der Artothek der Kommunalen Galerie Berlin gezeigt.
Die diesjährige Jury setzte sich zusammen aus:
Kerstin Grimm | Bildende Künstlerin & Marianne-Werefkin-Preisträgerin 2023
Dr. Almut Hüfler | Freie Kuratorin, frontviews_HAUNT Berlin
Dr. Thomas Köhler | Direktor Berlinische Galerie
Katharina Schilling | Freie Kuratorin
Dr. Elisa Tamaschke | Kuratorin und Bereichsleitung Georg Kolbe Museum Harald F. Theiss | Freier Kurator
Veronika Witte | Künstlerin & Künstlerische Leitung Galerie Nord Berlin
Dr. Sabine Ziegenrücker | Leitung Fachbereich Kunst & Geschichte Reinickendorf
Das Preisgeld in Höhe von 5.000 € wird in diesem Jahr ausschließlich von Frau Ute Gräfin von Hardenberg gestiftet, langjährige Vorsitzende des VdBK1867 und engagierte Unterstützerin des Vereins und steht unter der Schirmherrschaft der Sammlerin Julietta Scharf.
Zum Verein der Berliner Künstlerinnen 1867
Der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 engagiert sich seit mehr als 150 Jahren für die gleichberechtigte Teilhabe von Künstlerinnen in der Kunstwelt. Die Auslobung eines Kunstpreises für Frauen ist die logische Weiterführung seiner Arbeit, bei der die Unterstützung des professionellen Strebens von Künstlerinnen und die Sichtmachung ihres Wirkens im Vordergrund steht.
Als der Marianne-Werefkin-Preis 1990 vom VdBK1867 zum ersten Mal vergeben wurde, gab es deutschlandweit keine Auszeichnung, die ausschließlich Künstlerinnen ehrte – dazu gehörten Weitsicht, Mut und Gestaltungswille. Der Preis ist eine Anerkennung für die fundamentale und bereichernde Arbeit, die Künstlerinnen für unsere Gesellschaft leisten. Namenspatronin ist die berühmte Avantgardistin und Expressionistin Marianne von Werefkin (1860–1938). Dieser Preis wurde von Künstlerinnen für Künstlerinnen ins Leben gerufen und ist in der Satzung des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 festgeschrieben. Damit folgte der Verein seiner Tradition, das herausragende Schaffen von Berliner Künstlerinnen zu honorieren. Zweck des Preises ist es, so die Vereinssatzung, „[...] die lange Tradition künstlerisch arbeitender Frauen und die Bedeutung ihres Werkes in Geschichte, Gegenwart und Zukunft im deutschen und internationalen Kulturkreis bekannt zu machen“ (§ 3, Vereinssatzung).
Die Gründung des Vereins im Jahre 1867 war eine Pionierleistung von Künstlerinnen. Der Verein gründete die erste Kunstakademie 1893 für Frauen und unterhielt ein eigenes Haus in der Potsdamer Straße 98a. Künstlerinnen wie Käthe Kollwitz und Paula Modersohn-Becker erhielten an der Zeichen- und Malschule des Vereins eine akademische Ausbildung, die Künstlerinnen bis 1919 an den Kunstakademien verwehrt wurde. Der VdBK1867 trug dazu bei, dass auch Frauen eine fundierte künstlerische Ausbildung, soziale Absicherung und Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeiten erhielten.
Nach langen Jahren ohne Niederlassung, hat der Verein heute in der Eisenacher Straße 118 neue Ausstellungsräume und setzt sich mit einem regen Programm generationsübergreifend für die Präsenz und Gleichstellung von Berliner Künstlerinnen ein. Er pflegt aber auch sein kulturelles Vermächtnis und zeigt die Werke seiner historischen Mitglieder. Die aktuellen Künstlerinnen des VdBK1867 machen sich dafür stark, dass diese nicht nur im Kontext ihrer zum Teil tragischen Schicksale erinnert werden, sondern dass ihre künstlerische Qualität und ihr aktiver Beitrag zur damaligen Kunstszene wahrgenommen werden.
Rahmenprogramm
Mittwoch, 3. Dezember 2025 | 18 Uhr
Marianne-Werefkin-Preis und UdK Berlin Art Award: Gespräch über die Relevanz von Kunstpreisen
Mittwoch, 14. Januar 2026 | 18 Uhr
Performance: SILENCE von Mehtap Baydu
Freitag, 16. Januar 2026 | 15 Uhr
Buchvorstellung: Resistance, Flood, Fire, Resistance. mit Beate Gütschow
Mittwoch, 21. Januar 2026 | 18 Uhr
Gespräch: Welche Bedeutung hat der VdBK1867 heute?
Sonntag, 15. Februar 2026 | 15 bis 17 Uhr
Finissage & Vortrag: Mit der Kunst leben, Julietta Scharf
Weitere Informationen zum Rahmenprogramm befinden sich in unserem Veranstaltungskalender.
Ausstellungsdauer: 25. November 2025 bis 15. Februar 2026
Eintritt frei
info@kommunalegalerie-berlin.de | www.kommunalegalerie-berlin.de
Kommunale Galerie Berlin | Hohenzollerndamm 176 | 10713 Berlin