Eine Ausstellung des Frauenmuseum Berlin e.V., zu Gast in der Kommunalen Galerie Berlin.
Eröffnung am Donnerstag, 27. November 2025, 18 Uhr
Ausstellung vom 28. November 2025 bis 1. März 2026
Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, Sa und So 11-17 Uhr
Eintritt frei
Begrüßung
Ulrike Dornis | Frauenmuseum Berlin e.V. Barbara Höffer | Kommunale Galerie Berlin
Einführung
Frizzi Krella | Kunsthistorikerin
Die Ausstellung „Irre Lichter“ des Frauenmuseum Berlin e.V. zeigt Werke der Künstlerinnen Caty Forden, Uschi Niehaus und Beate Spitzmüller. Leitendes Motiv der Ausstellung ist das Licht; ein Motiv, das gerade in der dunklen Jahreszeit Träger von Sehnsucht, Wärme und Mystik ist. Durch Malerei, Musik und Zeichnung erforschen die Künstlerinnen das rätselhafte Leuchten inmitten der Dunkelheit auf ganz unterschiedliche Weise.
Darstellungen von Irrlichtern beschäftigt die Kunst schon seit Jahrhunderten. Der Glaube, dass es sich bei den diffusen Lichtern, die in Wäldern, auf Friedhöfen oder Sümpfen gesichtet werden, um die Seelen Verstorbener, Geister oder Dämonen handelt, siedelt das Phänomen im Bereich des Übernatürlichen an. Die Ausstellung greift diese Assoziation auf und ergänzt sie um ein Wortspiel: „Irre Lichter“ vereint das Licht als Hoffnungsträger einerseits und das Irren, verirrt oder irre sein andererseits in einem Titel. Dieses kontrastierende Wortpaar kann zugleich als ironischer Kommentar auf unsere Gegenwart gelesen werden, in der Irrsinn zur Gewohnheit wurde.
Uschi Niehaus, E8, aus der Serie: 12 Etuden, 2025, Pigmente, Papier © Uschi Niehaus
In der Serie 12 Etudes von
Uschi Niehaus verleiten tiefblaue Farbverläufe und zeichnerische Überlagerungen zum Träumen. Auf Grundlage von Franz Liszts Études d’exécution transcendante, insbesondere der Etüde Nr. 5 mit dem Titel Feux Follet (also Irrlichter), hat die Künstlerin die Pigmente in den Malgrund eingerieben. Für die Bearbeitung der Oberfläche verwendet sie neben dem Pigment „Pariser Blau“ auch Stifte und Messer. So erzeugt sie eine Stimmung, die an die Wahrnehmung in der Dunkelheit erinnert: Es zeichnen sich Konturen ab, Formen deuten sich an und entziehen sich doch dem Blick.
Caty Forden, Ghosts in the Green, 2025, Öl auf Leinwand © Caty Forden, VG Bild-Kunst, Bonn
Caty Forden arbeitet figurativ und erschafft mit ihren Malereien märchenhafte Welten. Obwohl die Quelle ihrer Sujets persönliche Familiengeschichten, Träume und Erinnerungen sind, erzeugen die Bilder das Gefühl, Abbilder bekannter Erzählungen zu sein. Das Mystische ist in Fordens Bildern sowohl im Medium als auch in der Motivik angelegt: Mit Ölfarben kreiert sie leuchtende Landschaften, die sich jeder Zeitlichkeit verweigern und sowohl Geister als auch Füchse und wundersame Objekte in sich vereinen.
Beate Spitzmüller, No 40, aus der Serie: Black with Line in Motion, 2025, Bleistift, Kreide auf SW-Pigmentdruck, Fine Art Paper © Beate Spitzmüller, VG Bild-Kunst, Bonn
Beate Spitzmüller erforscht die Flüchtigkeit und Formlosigkeit von Licht anhand von transluzenten Medien. Auf Zeichnungen, Projektionen und in Leuchtrahmen sind unergründliche Formen zu sehen, die aus dem Schwarz heraus den Bildraum einnehmen, als wären sie in Bewegung. Punkte und Linien formieren sich in einem schwerelosen Raum zu einer harmonischen Anordnung und wirken wie Bewegungsstudien des Lichts.
Rahmenprogramm
Mittwoch, 10. Dezember 2025 | 18 Uhr Artist Talk mit „irren Lichtern“
Sonntag, 1. März 2026 | 15 Uhr
Finissage & Führung durch die Ausstellung
Kommunale Galerie Berlin | Hohenzollerndamm 176 | 10713 Berlin |
info@kommunalegalerie-berlin.de