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feinart berlin

Here Today, Gone Tomorrow

Michael Jastram, Michael Dressel


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Li. Michael Jastram, Girl and Boat, 2025, © Photo Credits: M. Jastram / Re. Michael Dressel, Dry Lake, 2024, Pigment Print auf Archival Fine Art Paper, © Photo Credits: M. Dressel

Here Today, Gone Tomorrow
Bildhauer Michael Jastram & Photograph Michael Dressel

Galerie feinart berlin | 04.12.2025-07.02.2026

Vernissage Donnerstag 04. Dezember 18:00-21:00 | 19:00 Offizielles Grußwort

Die Ausstellung ist eine Begegnung zweier enger Freunde in ihrer künstlerischen Arbeit, deren Lebenswege sich vor 47 Jahren das erste Mal in der Kunsthochschule Weißensee kreuzten, sich dann über die Umbrüche der Berliner Wendezeit hinweg in verschiedene Richtungen verstreuten und sich 2016 wieder zusammenfanden. Wie die Macht der äußeren Verhältnisse ihre Biographien prägte, so berühren sich die Skulpturen des Bildhauers Michael Jastram und die in der nordamerikanischen Wüste entstehenden Photographien von Michael Dressel in einem wesentlichen Thema: dem Bewusstsein über das Wesen der Zeit.

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Michael Jastram, Mondfrau, 2022, Bronze, 72 x 70 x 15cm ©Photo Credits: M.Jastram

Man muss nicht erst Hannes Waders Text zu „Heute hier, morgen dort“ (1972) erinnern, um aus dem von den Künstlern ausgesuchten Ausstellungstitel eine leise Melancholie über die Flüchtigkeit des Augenblicks und die Ungewissheit der Zukunft herauszuhören. Dass gerade in der Stille dieses Bewusstseins eine besondere Schönheit liegt, beweisen ihre Werke.

Michael Jastrams Bronzeskulpturen — Boote, Mondwagen, Reiterinnen, Wolkenhäuser — scheinen aus ferner Vorzeit zu kommen und sich in eine ungewisse Zukunft zu bewegen. Das Auf- dem-Weg-sein ist ihre Bestimmung und sie wissen um die Unermüdlichkeit, mit der die Gegenwart in die Vergangenheit fällt. Vielleicht gerade deshalb bewahren Jastrams Figuren eine Anmut und fast kontemplative Ruhe, die nur jemand haben kann, der der Zeit überlegen ist. Sie rufen archetypische Bilder auf von einsamen Wanderern, Wächterinnen, von „Vater und Sohn“ (2018) oder ausgezogenen Kriegern („Rückkehr der 10“ 2024), die Kameraden zurückgelassen haben, und demonstrieren Erhabenheit in der menschlichen Besinnung auf sich selbst.

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Michael Dressel, Mojave Station, 2024, Pigment Print auf Archival Fine Art Paper, 115 x 153cm, 1/6 ©Photo Credits: M. Dressel

Seit 1986 unternimmt Michael Dressel, der zwischen Los Angeles und Berlin pendelt, von L.A. aus Reisen in die umliegende Mojave-Wüste sowie die Anza-Borego, Sonora and Great Basin Wüsten in den an Kalifornien angrenzenden Bundesstaaten. Seine Bilder zeigen surreale, bizarre Lost Places. Vereinsamte Hütten, Tankstationen, Gräber scheinen sich inmitten der unendlichen Naturweite vor dem Trubel der Städte verborgen zu haben. Im Unterschied zu der Street Photography, die Dressel in der internationalen Photoszene bekannt gemacht hat, zeigen sich seine Wüstenbilder eher zeitlos und archaisch in ihrer klaren aber doch auch rätselhaften Figürlichkeit. „Der Moment ist eine relative Gegenwart“, schreibt er. Im Angesicht der Weite und Unwirtlichkeit der Wüste, durchbrochen von Zivilisationsresten (und ab und zu auch dem Photographen selbst), erfährt das menschliche Sein seine existenzielle Fragilität.

In Photographie und Bildhauerei haben Zeit und Raum eine sehr unterschiedliche Bedeutung. Wie beide sich gegenseitig ergänzen und inhaltlich vertiefen können, zeigt die Ausstellung dieser besonderen Künstlerfreundschaft in poetischer Weise und doch stehen sie für sich in der Phantasie ihrer eigenen Welt.

Galerie feinart berlin
Leitung Maria Wirth Niebuhrstraße 71, 10629 Berlin
+49 172 1642919
maria.wirth@feinart-berlin.de

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