
(Detailansicht), 2026, Salami, Glas,
Dosen, Lot, Magnet,
© Lena Reckord
Eröffnung am Donnerstag, den 17. September 2026, 19:30 Uhr
Ausstellung vom 18. September bis 22. November 2026
Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-18 Uhr, Mi 10-19 Uhr, Sa und So 11-19 Uhr Eintritt frei
Begrüßung
Heike Schmitt-Schmelz | Bezirksstadträtin
Barbara Höffer | Kommunale Galerie Berlin
Einführung
Leonore Leonardy | HBKsaar
Prof. Nasan Tur | HBK Braunschweig
Was passiert, wenn ein Gegenstand den Ort und seine ursprüngliche Geschichte verlässt und in die Hände eines unbekannten Menschen gelangt? Mit dieser Fragestellung begann das Ausstellungsprojekt „Das, was drin war...“, das Studierende der Klasse von Nasan Tur an der HBK Braunschweig und des Seminars „Ausstellungspraxis“ von Leonore Leonardy an der HBKsaar zusammenführt.

2026, Fotografie
© Hannah Liliane Markus
Der Ausgangspunkt war ein postalischer Austausch: Zwei Kartons wurden zwischen Braunschweig und Saarbrücken verschickt, gefüllt mit persönlichen Gegenständen, die von den Studierenden ausgewählt wurden. Namen wurden nicht genannt, die Objekte nicht gekennzeichnet.
Damit war alles offen. Es gab keine thematischen oder formalen Vorgaben. Die Empfänger des Pakets konnten mit den erhaltenen Objekten machen, was sie wollten: sie verändern, zerlegen, neu zusammensetzen, weiterverwenden, wegwerfen, als Ausgangspunkt für eine neue Idee nutzen oder einfach abwarten, was sie auslösen. Entscheidend war allein der Impuls, den die fremden Dinge beim Auspacken und Betrachten hervorriefen.
In den vergangenen Wochen haben die Studierenden in Braunschweig und Saarbrücken diese Impulse aufgegriffen und daraus eigene künstlerische Arbeiten entwickelt. Eine direkte Begegnung der beiden Gruppen fand dabei zunächst nicht statt. Die Kommunikation erfolgte ausschließlich über die verschickten Gegenstände – und damit über eine Form der Verbindung, die zugleich von Distanz und Anonymität geprägt war.
Erst in der gemeinsamen Ausstellung in der Kommunalen Galerie Berlin treffen die unterschiedlichen künstlerischen Positionen aufeinander. Der Karton, ursprünglich Verpackung und Mittel zum Zweck, tritt dabei zunehmend in den Hintergrund. Im Zentrum stehen die Objekte und das, was aus ihnen geworden ist.

zwischen Konsum und Konzept – eine
künstlerische Auseinandersetzung,
2026, Collage
© Philippe Martins
„Das, was drin war...“ eröffnet eine Begegnung auf offenem Terrain – ohne vorgegebenes Thema, ohne Motto und ohne vorhersehbares Ergebnis. Was ein Gegenstand auslösen kann, wenn seine Geschichte unbekannt bleibt, und welche neuen Bedeutungen entstehen, wenn er in fremde Hände gelangt, zeigt sich erst im Moment der Ausstellung.
So wird der leere Karton schließlich selbst zur Frage: Was war das, was drin war – und was ist daraus geworden?
26 Künstlerinnen und Künstler beantworten diese Fragen mit Werken aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Zeichnung, Videokunst, Bildhauerei, Performances, Sound Art, Installationskunst und Kunstvermittlung.
Künstler:innen
Ham Babaei, Anita Marijana Bajic, Saba Borhani, Malena Busch & Lio Bramkamp, Jürgen Dechert, Jessika Dirks, Julius Gödtel, Anastasia Khoroshylova, Hye Hyun Kim, Elea Madl, Hannah Liliane Markus, Shaza Mostafa, Yujin Nam, Philippe Martins, Mitschel, Anna Nau, Marco Oliveri, Harald Priem, Hannes Rabenstein, Thélio Rabin-Laguens, Lena Reckord, Emilia Rott, Philip Rudzinski, Daphne Schüttkemper, Julika Teubert
Projektverantwortliche
Leonore Leonardy (Kuration) und Prof. Nasan Tur