
Der Kunstpreis des Haus am Kleistpark wird 2026 zum 22. Mal vergeben. 430 Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichsten Nationen, die in Berlin leben und arbeiten, haben sich beworben. Der Preis wird jährlich im Rahmen der Berliner Künstlerinnen- und Künstlerförderung ausgeschrieben und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Franciska Zólyom, Direktorin und Kuratorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig mit Daniel Milnes, Kurator am DAS MINSK Potsdam, Marta Djourina, Künstlerin und Wanda Stolle, Preisträgerin des Kunstpreises 2024 sowie Franziska Schmidt, Leiterin der kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg haben 16 künstlerische Positionen für den Preis nominiert: Paula Doepfner, Lotte Meret Effinger, Andrea Freiberg, Sabine Groß, Cornelia Herfurtner, Dina Khouri, Benjamin Kunath, Kaarina-Sirkku Kurz, Marei Loellmann, Uta Neumann, Lisa Peters, Sophie Constanze Polheim, Wagehe Raufi, Katharina Reinsbach, Maxi Thom und Emma Zimmermann.
Das diesjährige Thema FRACTURE verweist auf Brüche, Risse und Verschiebungen, die unsere Gegenwart prägen: auf gesellschaftliche und politische Verwerfungen ebenso wie auf persönliche Erfahrungen, fragile Beziehungen oder instabile Ordnungen. Zugleich kann der Bruch ein künstlerisches Verfahren sein – eine Fragmentierung, Unterbrechung, Überlagerung oder Übersetzung.

Die Ausstellung FRACTURE ist vom 25. September bis 13. Dezember 2026 im Haus am Kleistpark zu sehen und zeigt Arbeiten aus den Sparten Installation, Film, technologische Umsetzungen, Konzept, Malerei, Skulptur, Objekt, Textil und Zeichnung. Die ausgewählten Arbeiten verdeutlichten wie weit sich der Begriff FRACTURE öffnen lässt und zeigen, dass der Bruch nicht allein einen Verlust bezeichnet, sondern auch Wahrnehmung verändern, verborgene Strukturen freilegen und neue Beziehungen entstehen lassen kann. Der Riss kann materiell oder gesellschaftlich, biografisch oder medial sein, eine Verletzung markieren, eine Ordnung destabilisieren oder einen Übergang bezeichnen. Diese Vieldeutigkeit ist auch für den Kunstpreis wesentlich.
Der Preisträger/die Preisträgerin wird zur Ausstellungseröffnung am 24. September bekannt gegeben.
Ausstellung
25.9.–13.12.2026
Eröffnung
Donnerstag, 24. September | 19 Uhr
Laudatio
Franciska Zólyom, Direktorin, Kuratorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Rundgang I
Donnerstag, 15. Oktober | 19 Uhr
Julia Rosenbaum , Kunsthistorikerin im Gespräch mit Andrea Freiberg, Sabine Groß, Kaarina-Sirkku Kurz, Marei Loellmann, Uta Neumann, Lisa Peters und Maxi Thom
Rundgang II
Donnerstag, 19. November | 19 Uhr
Juliane Rohr, Autorin, im Gespäch mit Paula Doepfner, Lotte Meret Effinger, Benjamn Kunath, Sophie Costanze Polheim, Wagehe Raufi, Katharina Reinsbach und Emma Zimmermann
Finissage
Sonntag, 13. Dezember | 16 Uhr
Get-together mit ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern
Haus am Kleistpark
Grunewaldstraße 6–7
10823 Berlin
Telefon 90277-6964
Eintritt frei
Kein barrierefreier Zugang
Di–So 11–18 Uhr