Christelle Oyiri, Dead God Flow, 2025. Installationsansicht im Cank, Berlin. Präsentiert von LAS Art Foundation. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, der LAS Art Foundation, Amant und der Sammlung Pinault. © 2025 Christelle Oyiri. Foto: Jacopo La Forgia
Im Rahmen der Berlin Art Week eröffnete mit Dead God Flow die geschossumfassende Installation der Künstlerin Christelle Oyiri (noch bis 19.10.2025). Es ist ihre erste Arbeit in diesem Umfang. Die Installation integriert Videoarbeiten, Sound und Szenografie. Für Oyiri, die als DJ auch unter dem Namen CRYSTALLMESS auftritt, wirkt der Schritt hin zu einer raumfüllenden Klang- und Visual-Installation konsequent.Gemeinsam mit einer Programmreihe des Kollektivs CEL hat sich das Cank Berlin über die LAS Art Foundation ein Projekt ins Haus geholt, das die besonderen Gegebenheiten des ehemaligen Kaufhausgebäudes wirkungsvoll nutzt. Oyiris Raumszenografie verbindet Klang, Lichteffekte, Architektur und Videoarbeiten. Die reduzierte, düstere Ausstellungsarchitektur, Sounds, die an eine Klubnacht wie aus einem Film erinnern, und die erzählerisch stark räsonierenden Filme verzahnen sich ideal mit den ortgegebenen Eigenheiten.
Christelle Oyiri, Dead God Flow, 2025. Installationsansicht im Cank, Berlin. Präsentiert von LAS Art Foundation. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, der LAS Art Foundation, Amant und der Sammlung Pinault. © 2025 Christelle Oyiri. Foto: Jacopo La Forgia
Mit den filmischen Werken Hauntology of an OG und Hyperfate reflektiert Oyiri persönlich und sensibel über Kultur, Traumata, Legendenbildung und Vermächtnis. Im Zentrum steht die Kultur des Rap: ihre historischen Anker, ihre Vielschichtigkeit und ihre kulturelle wie individuelle Bedeutung und Mythologisierung. Diese filmischen Einschübe in die Ausstellungsarchitektur erscheinen wie Lichtzeichen auf Leinwand, die zum Verweilen einladen, bevor die Besuchenden wieder in die dunklen Umrisse des Kaufhausgeschosses zurückkehren müssen, auf der Suche nach dem nächsten Zeichen.Das frühere C&A-Gebäude – inzwischen Cank Neukölln getauft – liegt prominent an der Karl-Marx-Straße. Die tags wie nachts belebte Einkaufsstraße bietet einen kontrastreichen Rahmen für einen der bekannteren „Lost Places“ in Berlin. Hinter den großen, verspiegelten Fenstern öffnet sich ein weitläufiges Areal, in dem man auch mal verloren gehen kann.

Christelle Oyiri, Dead God Flow, 2025. Installationsansicht im Cank, Berlin. Präsentiert von LAS Art Foundation. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, der LAS Art Foundation, Amant und der Sammlung Pinault. © 2025 Christelle Oyiri. Foto: Jacopo La Forgia
Bechstein Network, das die Immobilie anmietet, versucht, das Cank als künstlerisches und kulturelles Zentrum im urbanen Raum zu etablieren. Beispielsweise stehen seit April 2025 mit Ateliers und Ausstellungsflächen zwei Etagen dem Kulturprojekt Culterim zur Verfügung, das Räume für künstlerisches Arbeiten und Erleben in der Hauptstadt schaffen will. Gleichzeitig wird das Erdgeschoss regelmäßig als Event-Location für große Marken genutzt – mal öffentlich, mal Invite-Only. In der Zusammenarbeit mit der LAS Art Foundation scheint die rohe Ästhetik des Gebäudes in Christelle Oyiri einen künstlerischen Counterpart gefunden zu haben, der sich erfolgreich mit den Innenräumen verzahnt. Fazit: Kollaboration und Austausch gelingt, wenn er auf Augenhöhe stattfindet.Christelle Oyiri
Dead God Flow
11. September — 19. Oktober 2025
Begleitprogramm
CEL: Foundations
Zu den einzelnen Veranstaltungen
Öffnungszeiten:
Montag – Mittwoch: geschlossen
Donnerstag – Sonntag: 12:00 – 20:00 Uhr
CANK, Neukölln
Anzengruberstraße 25
12043 Berlin
www.las-art.foundation







