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Berlin Daily 22.11.2019
Künstlerinnenführung

17.30 Uhr: Mia Florentine Weiss führt in das Konzept ein und verknüpft auf dem Weg durch das begehbare Kreuz die Reflexion der Geschichte mit Hoffnungen auf eine vereinte europäische Zukunft. Museum Nikolaikirche | Nikolaikirchplatz | 10178 Berlin

(Einspieldatum: 01.02.2013)

Vom Goldenen Zeitalter – eine künstlerische Auseinandersetzung im Projektraum General Public

bilder

Graw Böckler, Buenos Aires Diaries, 2003–2008 / rechts: Henrik Stromberg, Fotografien: Ursula Böckler

L´age d´or - Das Goldene Zeitalter steht als Metapher für eine Zeit, in der die Welt im Gleichgewicht scheint, eine Zeit, in der nichts als Harmonie und Freude herrscht. Ein Idealzustand, eine Utopie oder ein rein persönliches Wunschdenken? Ein Thema, das über Jahrhunderte hinweg von der griechische Antike über Luis Bunuels gleichnamigen Film bis hin zum aktuellen ctm-Festival immer wieder diskutiert wurde. Doch was ist mein persönliches goldenes Zeitalter? Ist es bereits vergangen, erlebe ich es jetzt oder kommt es noch? 14 Künstler bzw. Künstlerpaare beschäftigten sich in der neuen Ausstellung bei General Public mit ihrem individuellen goldenen Zeitalter, was auch immer das für sie sein mag. Die vergangenen Donnerstagabend eröffnete Schau gibt einen Einblick.

Die Ausstellung versammelt Kunstwerke unterschiedlichster Art. C-Print trifft auf Dia-Show, Tuschezeichnung auf Audio-Installation, Skulptur auf Video und Mixed-Media. Doch im Zentrum steht das besagte L´age d’or. Die Diashow des Künstlerduos Graw Böckler verortet das goldene Zeitalter in Buenos Aires. Auf ihren Reisen dorthin kamen sie in Kontakt mit der Kunstszene und machten die - laut eigener Aussage - “magische” Erfahrung von Solidarität und Kreativität. Der desaströse Zustand des Landes und der Gesellschaft schweißten eine Gruppe zusammen, die sich gegenseitig half. Ohne Geld starteten und entwickelten Menschen ihr eigenes Projekt, die Stärke und Würde dieser jungen Künstler beeindruckte sie immens.

Andere Künstler wie Ivo Gretener behandeln die Thematik eher auf kritische Weise. Seine amerikanische Flagge, in einen Glaskasten auf dem Boden der Galerie eingeschlossen, wird von einem Luftstrom in Bewegung gesetzt. Er reduziert die im Wind wehende Flagge als mächtiges Symbol auf ein physisches Objekt, eine Art ewiges GIFF, das in seiner Vor- und-zurück-Bewegung steckengeblieben ist und so zur Parodie seiner selbst wird.

Doch nicht alles in der Ausstellung ist im Kontext des Themas verständlich. Abgesehen von einem kleinen Beiheft bleibt der Besucher auf sich allein gestellt. Die Schau macht dennoch den vielfältigen Umgang der Künstler mit der Thematik deutlich. Hier wird wiederum die Intention des Projektraumes klar. Freier Gedankenaustausch steht im Zentrum der Initiative. Als Veranstaltungsort und Labor für die Forschung und Entwicklung neuer Diskurse in der zeitgenössischen Kunst und Kultur trägt General Public zusammen mit den etwa 150 anderen Projekträumen der Stadt maßgeblich zur Positionierung Berlins in der internationalen Kunst- und Kulturszene bei. Unterstützer des Projekts sind dabei natürlich stets willkommen.

2005 als unabhängiger Projektraum von einer Gruppe bildender Künstler und freier Kuratoren gegründet, hat sich General Public als kollaborative Plattform für den Ideen- und Informationsaustausch, Raumexperimente, transdisziplinären Zugang und die Reflexion von zeitgenössischer visueller und auditiver Kultur etabliert. Neben diversen Ausstellungen wie der Gruppenschau "Porträt heute" mit Künstlern wie Manfred Pernice oder Peter Friedl dienen die Räumlichkeiten als Forum für Performances, Diskussionen, Workshops, Lesungen und Filmvorführungen. Erst im Dezember letzten Jahres erhielt General Public einen Preis von der Berliner Kulturverwaltung, die Projekträume, die nicht kommerziell arbeiten und ihre Ausstellungsräume meist aus der eigenen Tasche finanzieren, auszeichnete und mit einem Preisgeld von 30.000€ förderte.

Mit: Oliver Baurhenn, Graw Böckler, Alice Cannava, Eva Castringius, Ivo Gretener, Ludovic Jecker, Michael Laurent, Peter Jap Lim, Cornelia und Holger Lund, Marie - José Ourtilane, Remco Schuurbiers, Henrik Strömberg, Caro Suerkemper, Maja Weyermann

Die Ausstellung ist Teil des CTM und des transmediale Partnerprogramms ‘Vorspiel’.

L´age d´or
General Public
Schönhauser Allee 167c
10435 Berlin
Ausstellungsdauer: 26.01. 2013 – 03.03.2013
Öffnungszeiten: Sa-So 15-18Uhr
generalpublic.de

Inka Humann

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Titel zum Thema General Public:

Vom Goldenen Zeitalter – eine künstlerische Auseinandersetzung im Projektraum General Public
Ausstellungsbesprechung: L´age d´or - Das Goldene Zeitalter steht als Metapher für eine Zeit, in der die Welt im Gleichgewicht scheint, eine Zeit, in der nichts als Harmonie und Freude herrscht.

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