Herbert Mondry, Vorsitzender des berufsverbandes bildender künstler berlin e.V. äußert schwere Vorwürfe gegenüber den Plänen der Projektkuratoren, die im Sommer vom 08.06 - 24. 07. 2011 Based in Berlin in temporärer Architektur vom Architekturteam raumlabor, unter Einbeziehung vorhandener Ausstellungsräume, statthaben soll. Er sieht die These bestätigt, dass Kunst und Künstler instrumentalisiert werden, sowie im Offenen Brief "Haben und Brauchen" angesprochen.
Weiter sagte Herbert Mondry:
"Der Ehrliche ist immer der Dumme, so der Volksmund. Besonders klug müssen sich deshalb die Initiatoren der gestrigen Pressekonferenz zum Ausstellungsprojekt "Based in Berlin" vorgekommen sein.

Denn bislang ist das ganze Vorhaben unehrlich:
Tausende von Künstlerinnen und Künstlern wurden mit einem "open call" zur Einreichung von Mappen für das Projekt "Based in Berlin" aufgefordert.
Die Künstlerinnen und Künstler, die ihm gefolgt sind, mussten sich auf ein rationales und transparentes Auswahlverfahren verlassen.
Nahezu alle von ihnen müssen sich betrogen fühlen, wenn die Projektkuratoren ohnehin nur 80 natürlich ohne Ausschreibung bereits bekannte "emerging artists" ausstellen wollen.
...
Im Übrigen: ein Ausstellungsprojekt ersetzt nicht den notwendigen Dialog über das Haben und das Brauchen der Bildenden Kunst in Berlin. Diesen Dialog ist der Senat bislang schuldig geblieben."

Based in Berlin soll an das internationale Flair der Stadt gemahnen, während der etwas ungelenke Titel Leistungsschau junger Kunst aus Berlin, eher an die sprachlichen Gepflogenheiten der ehemaligen FDJ erinnert. Für das temporäre Projekt sind über 1,5 Millionen EUR veranschlagt, davon gehen 700.000 EUR an Kunst und Künstler, 360.000 EUR sind für Architektur und der Rest für Kuratoren, Katalog und Werbung.

Interessant ist neben der hitzigen Debatte auf jeden Fall die Architektur.
raumlabor.net/

Massenausstellungskirmes, eine Diskussion: ausstellungskirmes/ http://www.freitag.de/kultur/1107-massenausstellungskirmes