Das „Deutsche Exilarchiv“ der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main soll in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, eine Internet-Plattform aufbauen, die als virtuelles Museum Exil und Emigration von Schriftstellern, Filmemachern, bildenden Künstlern, Theaterschaffenden und Musikern versammelt. Der Zeitraum konzentriert sich auf Schicksale vertriebener Künstler zwischen 1933 und 1945 und soll auch spätere Exile und Emigrationsbewegungen aus der ehemaligen DDR und Osteuropa verbinden.
Das Projekt hat zum Ziel, die Erinnerungen an Vertreibungsschicksale speziell von Künstlern und Künstlerinnen im Bewusstsein der Gesellschaft langfristig zu verankern und die bisherige Auseinandersetzung mit dem Thema zu bündeln. Dazu erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Das Thema ´Künste im Exil` ist gerade in Deutschland mit seiner doppelten Diktaturvergangenheit von großer gesellschaftlicher Bedeutung. ... Die NS Terrorherrschaft und die nachfolgende kommunistische Diktatur im Osten Deutschlands gehören zur Geschichte und Identität unseres Landes.“
Während die erste virtuelle Ausstellung bereits für den Sommer 2013 geplant ist, ist die Fertigstellung des Netzwerkes
für das Jahresende 2014 vorgesehen. Das Projekt wird insgesamt mit 745.000 Euro gefördert.
Berlin Daily 28.06.2026
Stadtgespräch (verschoben)
15 Uhr: mit der Künstlerin Betina Kuntzsch und Museumsleiterin Dr. Urte Evert beim Ernst-Thälmann-Denkmal Treffpunkt: Ernst-Thälmann-Denkmal, Greifswalder Straße 52, 10405 Berlin






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