Berlin Daily 17.09.2019
Magazin-Release

ab 16 Uhr: »THE BIG GOOD FUTURE #2« wirft einen Blick in die innovative Gegenwart der Berliner Kunst- und Kreativszene von heute und die gesellschaftliche Zukunft von morgen. Programm, s. Website.
Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin

(Einspieldatum: 01.07.2016)

Hiwa K erhält den Kunstpreis der Schering Stiftung 2016

bilder

Hiwa K, IT´S SPRING AND THE WEATHER IS GREAT SO LET´S CLOSE ALL OBJECT MATTERS, 2012
Verschiedene Materialien/Mixed media, Maße variabel/Dimensions variable
Ausstellungsansicht/Exhibition view, KOW, Berlin, 2016
Foto/Photo: Ladislav Zajac / KOW, Courtesy Hiwa K und/and KOW, Berlin


Der irakische, in Berlin lebende Künstler Hiwa K (*1975) wurde erst kürzlich mit dem Arnold-Bode-Preis ausgezeichnet, der herausragende Leistungen für die Kunst der Gegenwart würdigt. Jetzt erhält Hiwa K den Kunstpreis der Schering Stiftung, die mit dem Preis Künstler_innen ehrt, die als wichtigste Neuentdeckungen der letzten zwei Jahre im Bereich der bildenden Kunst gelten und deren Werk einen herausragenden, eigenständigen künstlerischen Ansatz aufweist.
Der Preis wird in Kooperation mit den KW Institute for Contemporary Art in Berlin vergeben und ist mit 10.000 Euro, einer Einzelausstellung in den KW sowie mit einem Katalog zur Ausstellung dotiert.

Jury: Mariana Castillo Deball (Künstlerin), Natasha Ginwala (Kuratorin, Contour Biennale 8, und kuratorische Beraterin, documenta 14), Krist Gruijthuijsen (Direktor, KW Institute for Contemporary Art), Charlotte Klonk (Professorin für Kunst und neue Medien, Humboldt-Universität zu Berlin, und Mitglied des Stiftungsrats der Schering Stiftung), Bonaventure Soh Bejeng Ndikung (Direktor, SAVVY Contemporary), Jacob Proctor (Kurator, Neubauer Collegium for Culture and Society, University of Chicago) und Wael Shawky (Künstler und Preisträger des Kunstpreises der Schering Stiftung 2011).

In der Jurybegründung heißt es:
„In seinen einzigartig kombinierten autobiografischen Konstrukten, in denen politische und historische Ereignisse den Hintergrund für performative Interventionen, kollaborative Projekte und Installationen bilden, kommt die Dringlichkeit und Energie von Hiwa Ks künstlerischer Praxis deutlich spürbar zum Ausdruck. Die Musik dient ihm dabei oft als Instrument, um in unserer heutigen komplexen Gesellschaft eine andere Dimension der Kritik zu erzeugen. Diese aufrichtige und neuartige Auseinandersetzung mit aktuellen Themen macht Hiwa K zu einem der spannendsten Gegenwartskünstler.“

Biografisches:
Hiwa K wurde 1975 in Kurdistan, Irak, geboren. In seiner Heimatstadt Sulaimaniyya beschäftigte er sich im Eigenstudium mithilfe arabischer Übersetzungen mit europäischer Literatur und Philosophie. Nachdem er 1988 nach Deutschland kam, studierte Hiwa K Musik, vor allem als Schüler des Flamenco-Meisters Paco Peña. Seine Arbeiten entziehen sich ästhetischen Normen und bedienen sich eines vielschichtigen Ansatzes basierend auf volkstümlichen Formen, oral histories (Chicago Boys, 2011), Formen der Begegnung (Cooking with Mama, 2006) und anhaltendem politischem Kampf (This lemon tastes of apple, 2011). Seine Arbeiten entwickelt er anhand von persönlichen Biografien, Geschichten, die ihm von Familienmitgliedern und FreundInnen erzählt werden, und vorgefundenen Situationen sowie aus Pragmatismus und Not geborenen Formen des Alltags. Er hinterfragt und kritisiert das institutionalisierte System der Kunsterziehung und die Professionalisierung künstlerischer Praxis sowie den Mythos des Einzelkünstlers. Viele seiner Arbeiten weisen eine starke kollektive und partizipatorische Dimension auf und sind Ausdruck seines Konzepts, über Alltagserfahrungen Wissen zu erlangen. Hiwa K hat an diversen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter La Triennale in Paris, Alternativa in Danzig und das Edgware Road Project in der Serpentine Gallery in London (alle 2012). Mit seinem Projekt Chicago Boys war er seit 2011 in zahlreichen internationalen Institutionen zu Gast. 2015 nahm Hiwa K an der Manifesta 7 in Bozen und der 56. Biennale di Venezia in Venedig teil. 2017 wird er auf der documenta 14 in Athen ausstellen. (PM)

Bisherige PreisträgerInnen sind Cornelia Renz, Nairy Baghramian, Renata Lucas, Wael Shawky und Kate Cooper.

hiwak.net
scheringstiftung.de
kw-berlin.de

chk

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