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Der Club Inter-Continental Berlin Kunst im Hotel

von Stella Hoepner-Fillies (31.01.2003)


Der Club Inter-Continental Berlin Kunst im Hotel

Harald Klein und Bert Haller haben im Hotel Inter-Continental die 7. und 8. Etage umgestaltet. Ihr Büro für Innenarchitektur und Design ist schon durch andere wohlklingende Hotelnamen in Berlin bekannt, wie zum Beispiel mit dem Dorint am Gendarmenmarkt und dem Grand-Hotel Esplanade.

Im Inter-Continental an der Budapester Strasse 2 haben sie unter dem Hotel-Motto: "Luxus, Eleganz und Highstyle über den Dächern von Berlin" einen Club für die Privilegierten unter den Hotelgästen entstehen lassen, der sich nach allen Maßgaben an hohen Zielen messen lassen will.

Natürlich ist man beeindruckt: die Stoffe sind teuer, die Details erlesen und einige Ideen sind tatsächlich neu. Alle Zimmer, auch die kleinen, sind gut strukturiert und von angenehmer Schlichtheit.

Einen Fernseher mitsamt raumhohen Kubus von der Schlafstatt zur Badewanne im Raum kreisen zu lassen, ist ein Schmunzeln wert. Für den Fall, dass dadurch wichtige Kommunikationswege gestört werden, zieht man einfach eine Jalousie zwischen beiden Aufenthaltsorten hoch und hat wieder Blickkontakt. Wer kann schon von der Badewanne über seinen Liebsten hinweg auf die Dächer von Berlin blicken?

Die Auftraggeber haben Klein und Haller gebremst. Was für das Inter-Continental innovativ ist, erscheint eher bieder im Hinblick auf das Design des Büros k/h. Bemerkenswert bleibt die Auswahl ihrer Kunstempfehlungen. Sind die horizontalen Objekte über den Doppelbetten von Peter Kuckei noch gewöhnungsbedürftig und eher indifferent, so besticht Martin Mlecko in der Club Lounge und der Parksuite mit erstklassigen Fotografieensembles ebenso wie Franz Kochseders Zeichnungen.

Wenn auch die etwas althergebrachte Theorie von Kunst als Irritation in vielen Zusammenhängen kaum noch greift, in diesem scheint sie wirkungsvoll weiter zu bestehen. An den Stellen, an denen der Bauherr ohne Empfehlung den eigenen Kunstverstand hat spielen lassen, können dagegen schon mal Flure auseinanderbrechen.


Stella Hoepner-Fillies

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