Konrad Mühe, Stella Meris und Manaf Halbouni erhalten 2022 von der Hans und Charlotte Krull Stiftung ein monatliches Arbeitsstipendium in Höhe von 1.000 €.
Manaf Halbouni (* 1984 in Damaskus) ist bekannt für seine Installation vor der Dresdner Frauenkirche (2017), die durch zwei hochkant aufgestellte Reisebusse unübersehbar auf den Krieg in Syrien hinwies. 2022 will Halbouni den Balkan auf den Spuren des Karl-May-Romanhelden Kara benNemsi bereisen und aus den Eindrücken eine Video-Installation erarbeiten.
Stella Meris (* 1990 in Basel) hat bereits kurz nach ihrem Abschluss an der UdK 2019 mit ihrer ersten Einzelausstellung „Fake it till we make it“ bei Anahita Contemporary Furore gemacht. Die schrill-bunten Gemälde, Masken und Performances zeigten das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Kunst. Sie wird sich mit der Schnittstelle von Analogem zu Digitalem befassen und ihre Malerei in Augmented und Virtual Reality Räume bringen.
Konrad Mühe (* 1982 in Chemnitz) ist bekannt für seine Werke aus alten Bildschirmen und Projektoren, die er mit Regalen und anderen Metallkonstruktionen zu menschenähnlichen Skulpturen formt. Er setzt sich dabei mit Fragen der Identität in einer durchdigitalisierten und auf Selbstoptimierung getrimmten Gesellschaft auseinander. Im Förderzeitraum wird sich Mühe mit Emojis und GIFs sowie mit rostenden und geschliffenen Metallen beschäftigen.
Vom 26.06. bis 28.08.2022 werden Werke der Stipendiatenjahrgänge 2021 und 2022 unter dem Titel „Reset“ in der Kommunalen Galerie Berlin zu sehen sein.
www.krull-stiftung.de








