NÄNZI, NÄNZI, Wenn ich schwach bin, bin ich stark. Schneewittchen, Ölkreide und Collage auf Papier
© 2026 NÄNZI Nachlass, Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn


Vernissage am Donnerstag, dem 6. August um 18 Uhr
Begrüßung: VdBK 1867 Vorstand, Zuzanna Skiba
Einführung: Dr. Helen Adkins, Nachlassbetreuerin, Kuratorin der Ausstellung


Verein der Berliner Künstlerinnen 1867
Projektraum Eisenacher Str. 118
10777 Berlin
www.vdbk1867.de

Jeden Samstag 17 Uhr, Führung zus. mit Dietmar H. Heddram, langjährigem Partner von NÄNZI
Finissage: Samstag, 5. September, 14–19 Uhr

Laufzeit: 07.08–05.09.2026
Öffnungszeiten: Do–Sa 16–19 Uhr + n. V.

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NÄNZI, Vivienne, 2011, Acrystal, Textilien, Acryl, Papier
© 2026 NÄNZI Nachlass, Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn


Die Einladung des VdBK 1867, die Bildhauerin NÄNZI in einer Soloausstellung zu zeigen, ist eine besondere Auszeichnung. NÄNZI, die nicht Mitglied war, wurde 30 Jahre lang für ihre besondere Persönlichkeit und einzigarMge Kunst in der Berliner Szene als Edelpunkerin und Bildhauerin geschätzt.
Schon früh entdeckte NÄNZI Kunst als Lebensprinzip. Als sie 1983 nach Westberlin kam, war sie Teil der ausgefallenen Punkszene, die ihre Gesinnung bis zuletzt prägte. Sie studierte Bildhauerei an der Hochschule der Künste bei Joachim Schmettau.

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NÄNZI, Minna muß zum Film, 2010, Keramik, Textil, bemalt. Foto N. Schmidt
© 2026 NÄNZI Nachlass, Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn


NÄNZI thematisiert Schmerz und Gewalt an Frauen aus weiblicher Perspektive und ganz zeitgenössisch durch figürliche Plastik. Die Dargestellten sind aus dem Leben gegriffen und mythisch aufgeladen. Anstatt männliche Eroberer und Märtyrer, formte sie ein Kanon weiblicher Entschlossenheit und Willensstärke. Wenn ich schwach bin, bin ich stark, eine Zeile des Paulus aus dem Neuen Testament, steht für Hoffnung. Es ist ein Zitat unter vielen, das NÄNZI in ihre Kunst eingebettet hat. Bei ihr werden diese Worte allerdings als Zitat der Grimm’schen Märchenfigur Schneewittchen genannt.

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NÄNZI, Die Überlebende, 2001/04, Pigmentdruck von Betonskulptur
© 2026 NÄNZI Nachlass, Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn


Themenschwerpunkt der Ausstellung ist der Ungehorsam von Frauen. Es werden rund 40 Arbeiten inklusive Wandinstallationen gezeigt. Die Präsentation wird einen Bogen spannen zwischen dem Frühwerk der Punkerin und den späteren bekleideten, frisierten und geschminkten naturalistischen Figuren aus Gips und Beton.

Kontakt
helen@helenadkins.de
030/2161585
www.helenadkins.de