Letztes Wochenende hatte Bastian in einem Interview in der Zeitschrift Monopol kräftig gegen Peter-Klaus Schuster (Generaldirektor der Museen) und Klaus-Dieter Lehmann (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) sowie gegen den Verein der Freunde der Nationalgalerie gewettert und seine Stelle als Kurator aufgekündigt.
Seine massive Kritik begründete Bastian mit dem mangelnden Interesse und Engagement in diesen Institutionen gegenüber der zeitgenössischen Kunst und den daraus resultierenden Versäumnissen, was Ankaufs- und Ausstellungpolitik betrifft.
Klaus-Dieter Lehmann reagierte promt und führt Bastians Verhalten auf verletzte Eitelkeit und Selbstüberschätzung bezüglich seiner Kuratorentätigkeit zurück. Den Zeitpunkt für die medienwirksame Revolte des Kurators sieht Lehmann geschickt gewählt, da Bastian in Kürze seine neue Galerie gegenüber der Museumsinsel eröffnen wird.
Selbst der Kulturstaatsminister Bernd Neumann ließ es sich nicht nehmen, die Auseinandersetzung als machtpolitisches Geplänkel zu bewerten, nachdem jetzt auch noch der Kunstsammler Erich Marx drohte, seine Sammlung aus dem Hamburger Bahnhof zurückzuziehen.
Mögen die Hintergründe dieses Spektakels vielfältig sein: verletzte Eitelkeiten auf beiden Seiten, das Anhäufen von Macht, das Auslaufen der Verträge von Lehmann und Schuster 2008, die Machtansprüche eines Sammlers, die mangelde Diskussionoffenheit innerhalb der Museen oder die schillernde Persönlichkeit eines Kurators; Fakt ist: Die Kunst bleibt außen vor!
Update:
Bilder aus der Bauphase.









