Cyprien Gaillard, Artefact, 2011, Film (HD Video übertragen auf 35 mm), endlos, Ton, © Cyprien Gaillard, Courtesy Sprüth Magers Berlin London
Im September 2011 wurde der 6. Preis der Nationalgalerie für junge Kunst an Cyprien Gaillard (geb. 1980 in Paris) verliehen. Zur Auswahl standen neben Gaillard Kitty Kraus, Klara Lidén und Andro Wekua.
Jetzt hat der französische Künstler auch den Publikumspreis gewonnen, der von den Besuchern des Hamburger Bahnhofs bestimmt und gemeinsam vom Verein der Freunde der Nationalgalerie, dem art Kunstmagazin und BMW verliehen wurde. Rund 85.000 Besucher haben in den vergangen 4 Monaten die Ausstellung gesehen.
Cyprien Gaillards raumgreifende Videoinstallation im Hamburger Bahnhof, ursprünglich mit dem I-Phone gedreht und dann in 35mm umkopiert, verschleißt sich im Laufe der Zeit und wird schließlich verfallen. Die Idee der Bewahrung der Kunstwerke scheint obsolet, stattdessen rückt der Moment des Erlebens und die bleibende Erinnerung ins Zentrum. Thematisch widmet sich Gaillard in seinem im Hamburger Bahnhof gezeigten Film dem Verweis auf kulturelle Identitäten, deren Umbrüche, dem Verfall, der Zerstörung, dem Bewahren und der Rekonstruktion von Kultur. In schnellen Schnitten und Rhythmen folgen u.a. Aufnahmen des Ischtar-Tors aus dem Pergamon Museum Bildern von archäologischen Funden im Irak oder Kultstätten in der Wüste und Neubauschluchten. Dazu ertönt fortlaufend ein kurzer Ausschnitt des Babylon-Songs von David Grey, der das Bildgeschehen eindringlich unterstreicht. Die durch die technische Handhabung vom I-Phone zum 35mm Filmformat hervorgerufenen "Fehler" wie Farbstiche, Rasterungen oder Bildrauschen verstärken die Flüchtigkeit der Bilder und führen zurück auf Kultur als sich ständig verändernder Prozess.
Hier zur weiteren Information ein Video zu der Ausstellung "The Recovery of Discovery" von Cyprien Gaillard in den KW, die im Frühjahr 2011 stattfand:
art-in-berlin.de/video
Berlin Daily 16.01.2026
Vorspiel
19 Uhr: mit audiovisuellen Performances und Live-Sets verschiedener Berliner Medienkunstinitiativen + eintägige Ausstellung. panke.gallery und Panke Club | Gerichtstraße 23 | Hof 5 | 13347 Berlin




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