Ausstellungsansicht Die Sammlung Haubrok ist vom Straußberger Platz nach Berlin-Lichtenberg in die Herzbergstraße gezogen. Gestern (24.4.2013) eröffnete Axel Haubrok - pünktlich zum gallery weekend - seine neuen Räumlichkeiten mit zwei Ausstellungen: "abstrakt" und "bulletin".

Sammlung Haubrok
Ausstellungsansicht

„abstrakt“ umfasst hauptsächlich malerische Positionen u.a. von Imi Knoebel, Karin Sander oder Günther Förg, einige Skulpturen und Wandobjekte, u.a. von Luc Tuymans oder Franz West sowie einen 16 mm Film von Jonathan Monk. Der Ausstellungsraum ist eine alte Lagerhalle, deren Gebrauchspuren unübersehbar sind.

Vorm Mauerfall war das gesamte Gelände, auf dem sich heute neben der Sammlung verschiedene Werkstätten befinden -, ein von der SED genutzter Ort, von dem aus konspirativ kommunistische Parteien aus dem "kapitalistischen Ausland" unterstützt wurden.

Sammlung Haubrok
Ausstellungsansicht

In dem anderen Ausstellungsraum, einer ehemaligen Bar mit Kasino gegenüber dem Lagerhallenkomplex, sind in Vitrinen Einladungen bzw. Bulletins der Amsterdamer Galerie art & project zu sehen. In dieser Galerie haben in der Zeit von 1968 bis 1989 alle wichtigen Konzeptkünstler ausgestellt wie Daniel Buren oder Joseph Kosuth. Fast muss man hier ein bisschen aufpassen, dass einen diese historisch durchtränkte Atmosphäre die Ausstellung nicht zu sehr überschattet.

Ohne Frage, ein spannender Ort, den sich Axel Haubrok als neuen Ausstellungsort ausgesucht hat. Etwas schwer zu erreichen - aber die Mühe lohnt sich.

Sammlung Haubrok
Ausstellungsbesucher Eva & Adele

haubrokprojects
FAHRBEREITSCHAFT
Herzbergstraße 40-43
10365 Berlin
haubrok.org/

Unser Video zur Sammlung Haubrok März 2009 hier