(v.l.n.r.) Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Raphael Gross, Präsident des Deutschen Historischen Museums © DHM/David von Becker

Das Deutsche Historische Museum hat George Grosz´ Gemälde „Cain or Hitler in Hell“ (1944) erworben. Das Werk entstand im amerikanischen Exil des Künstlers, wo er seit 1933 lebte. In Deutschland galten seine Werke unter den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“.

George Grosz zählt zu den wichtigsten politischen Künstlern der Weimarer Republik. Insbesondere sein grafisches Werk der 20er Jahre erzielte durch seine beißende Satire, seine unerbittliche Gesellschaftskritik und schonungslose Direktheit viel Aufmerksamkeit. So stellte er bspw. 1923 in der Berliner Galerie Flechtheim aus. Aber auch in Paris, in Venedig oder Wien wurden seine Bilder gezeigt.
Im Exil beschäftigten den Künstler neben der Auseinandersetzung mit der amerikanische Gesellschaft ebenso der Zweite Weltkrieg und das menschenverachtende System des Nationalsozialismus. In diesem Rahmen entstand das Gemälde „Cain or Hitler in Hell“, über das Grosz schrieb: „Hitler als faschistisches monster, oder als apokalyptisches beast, verzehrt von seinen eigenen Gedanken und Kindern“.

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