19 Uhr: mit Professorin für Medienkunst an der HGB Leipzig, Christin Lahr und den Künstler*innen der Ausstellung "Crimes of Carelessness (the deep and the foamy)" (engl.). VILLA HEIKE | Freienwalder Str. 17 | 13055 Berlin
Klaus Staeck, Postkartenausstellung im Atelier Klöckner, 28. September 2019. Foto © Urszula Usakowska-Wolff
Wieder ein Tag, den wir vorwiegend im trauten Heim verbringen müssen. Das TV hilft uns dabei, ihn mit Kunst und jenen, die sie machen, zu versüßen. Wem es nicht zu spät ist, ins Bett zu gehen, kann um 22:45 Uhr diesen Film im SWF sehen:
Kunst findet nicht im Saale statt! Der Plakatkünstler Klaus Staeck
„Kunst findet nicht im Saale statt“: Diesem Credo folgt Klaus Staeck seit über einem halben Jahrhundert. Seine Galerie ist der öffentliche Raum, die Straße, die Litfaßsäule, die Hauswand, der Zaun. In seiner langen künstlerischen Laufbahn hat der heute 82-Jährige künstlerische Autodidakt, Jurist, Verleger und ehemalige Präsident der Akademie der Künste (2006-2015) hunderte Plakate und Postkarten entworfen und in einer Auflage von 30 Millionen Exemplaren produziert. Seine Papierarbeiten, Fotos und Multiples wurden in 3.000 Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Das ist eben „Kunst für alle“, wie sein zweites Credo lautet. Er kombiniert bekannte Motive aus der Kunstgeschichte, den Zeitungen, dem gesellschaftlichen und politischen Alltag mit Texten, die sich tief ins Gedächtnis einprägen. Sie führen überzeugend vor, wie die Wirklichkeit von den Medien und Politikern verfälscht, verbogen oder schöngeredet wird. Klaus Staeck hat viele negative Entwicklungen vorausgesehen: soziale Ausgrenzung, Umweltverschmutzung, Vernichtung der Ressourcen und Lebensgrundlagen durch den Turbo- und Casinokapitalismus, die Folgen der Globalisierung, die Versklavung und Entmündigung der Beschäftigten durch global agierende Großkonzerne, die heuchlerische Politik, die Misere im Bildungssystem. Und weil der Künstler, Aufklärer und Mahner immer wieder betont: „Nichts ist erledigt!“, wird er auch in Zukunft viel zu tun haben.
Kunst findet nicht im Saale statt! Der Plakatkünstler Klaus Staeck. Ein Film von Andreas Ammer, SWR Fernsehen, 16. April, 22:45–23:45 Uhr
www.swrfernsehen.de
Titel zum Thema Klaus Staeck:
Ich glotz TV: Kunst findet nicht im Saale statt! Der Plakatkünstler Klaus Staeck
Fernsehtipp: Wieder ein Tag, den wir vorwiegend im trauten Heim verbringen müssen.
Nichts ist erledigt!
7.6. letzter Ausstellungstag: hier nochmals unsere Ausstellungsbesprechung
nie mehr amazon - Plakate von Klaus Staeck im Berliner Stadtraum
Ausstellungsbesprechung: Die Gesellschaft an ihre Verantwortung erinnern und zum Nachdenken bringen, dieser Aufgabe geht Klaus Staeck seit vier Jahrzehnten nach.
John Heartfield und Klaus Staeck in der Berlinischen Galerie (29.5.-31.8.09)
Ausstellungsbesprechung: Auf einem Ausstellungsplakat von 1929 sehen wir den Künstler John Heartfield, der den Kopf des dümmlich lächelnden Polizeipräsidenten Zörgiebel mit einer Schere bedroht: "Benütze Foto als Waffe" - Die Überschrift dieses Plakats könnte genauso gut als Symbol für das gesamte künstlerische Schaffen Heartfields wie auch Klaus Staecks stehen.
Haus am Kleistpark
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a|e Galerie - Fotografie und zeitgenössische Kunst
Akademie der Künste / Hanseatenweg