Gestern (14.4.05) starb der 1915 in Schneidemühl (heute Pila/Polen) geborene Künstler Bernard Schultze.
Als Schüler von Willy Jäckel begann Bernard Schultzes künstlerische Laufbahn in Berlin. Es folgten Stationen in Düsseldorf, Frankfurt und Paris. 1952 war Schultze Gündungsmitglied der Gruppe Quadriga, der u.a. auch K.O.Götz angehörte. Bereits 1953 war er als einer der ersten Maler des Tachismus in Deutschland anerkannt. Schultze hat verschiedenste Ausdrucksmöglichkeiten wie Bleistiftzeichnungen, Aquarelle, Mischtechniken, Collagen und Objekte, erprobt. So gilt bspw. sein zeichnerisches Werk als eigenständig und gleichgewichtig neben dem malerischen Werk.
Berühmt wurde der Künstler jedoch vor allem durch seine sogenannten "Migofs", Bilder als dreidimensionale raumplastische Malerei, in der die Farbe sich zum stofflich Greifbaren verdichtete.
Ursprünglich ausgehend von surrealen, oft assoziativen Figurationen löst sich die Linie in Schultzes Bildern immer mehr von der Umschreibung des Gegenständlichen ab. Es entstanden amorphe, flechtenartige Wucherungen auf der Leinwand, die bis ins Detail durchgearbeitet waren und sich zu einer losgelösten skulpturalen Form entwickelten. Entfernt erinnern die Bildobjekte in ihren labyrinthische Strukturen an irreale Landschaften - an eine Welt der Träume, in der nichts mehr seinen festen Ort hat.
Berlin Daily 21.04.2026
Orte ans Licht bringen - Vortrag
18 Uhr:von Carolin Förster (Fotohistorikerin: Erkundungen in der fotografischen Stadtgeschichte Tempelhof Museum | Alt-Mariendorf 43 | 12107 Berlin
Die Welt der Träume - Zum Tod von Bernard Schultze
von ch
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