Olafur Eliasson wird am 28.04.2010 in Berlin im Martin-Gropius-Bau die Ausstellung "Innen Stadt Außen" eröffnen.(Update 28.04.2010 Video zur Ausstellung) Und es werden die Berliner sein, die im Reigen der Vip-Eröffnungen, zuerst und kostenlos die von Daniel Birnbaum kuratierte Ausstellung zu sehen bekommen.
Die Vermittlung, neben der Pressearbeit auch das Branding, ist dem 1967 in Kopenhagen geborenen Eliasson wichtig. Wofür steht der Martin-Gropius-Bau, für den Künstler, für die Stadt, welche Geschichte hat er? Das beste wäre es, würden die Ausstellungen direkt in seinem Atellier stattfinden.
Eliasson arbeitet in seinem Fabrikgebäude mit 50 Mitarbeitern, zumeist Handwerker und Architekten, auf drei Fabriketagen, wo zwischen 40 und 50 globale Projekte von seiner Auftragsliste erforscht und erarbeitet werden.
Jetzt steht er hier am Sonntag gegen Mittag auf der Bühne des Renaissance-Theaters und hält im Rahmen der Berliner Lektionen einen erfrischenden kurzweiligen Vortrag.
Raum, Natur, Licht und Zeit sind Eckpunkte in seinem Denken -
der Künstler geht sehr sehr langsam, in Zeitlupe durch einen Park, und er verändert dadurch alles, den Park, sich selbst und die Passanten.
Erkennen durch Bewegung im Raum. Elliasson glaubt an die Wirkung von Kunst und freut sich, wenn Menschen ihr Verhalten ändern, auch im Museum - wie 2003/2004 in der Tate Modern in London mit Spiegeln unter der Decke und einer künstlichen Sonne am vernebelten gegenüberliegenden Raumende. 2 Millionen Besucher sahen, staunten und lagen auf dem Boden.
Viele seiner Arbeiten sind öffentliche Projekte im Stadtraum. Olafur Eliasson fährt mit einem verspiegelten Auto durch die Stadt (einem dieser Glasereiautos, die seitlich 6qm große Spiegelflächen transportieren können). Denn im Spiegel sieht man alles besser, besonders die Fehler.
Oder er sammelt Treibholz in Island angeschwemmt aus Rußland, transportiert es mit einem Container nach Berlin und verteilt es kontrolliert im Stadtraum. Riesige vom Wasser gezeichnete Baumstämme quer auf dem Bordstein,angespült.
In New York dann diese vier künstlichen Wasserfälle, ein 14 Millionen Projekt. Eliasson sagt zu und denkt, dass er solange auf den Bürgermeister einreden werde, bis dieser mehr darin sieht als reines Stadtmarketing.
Ideale Produktionsbedingungen, auch wenn er ein Projekt dann nicht mehr eindeutig betiteln kann oder die Zuordnung von Jahreszahlen im Ungefähren bleibt. Olafur Eliasson schafft so die Möglichkeit, sich einmal im Jahr mit hochkarätigen Spezialisten, die er einfliegen lässt, zu umgeben, und wer möchte das nicht.
Abbildung: Olafur Eliasson, Künstler, Lektion am 14.03.2010,
© Tacita Dean
Berlin Daily 12.04.2026
Artist Talk
14 Uhr: mit Monika Brandmeier und Mathias Güntner im Rahmen der aktuellen Ausstellung Diffuser Raum (mit scharfen Kanten). Im Atelier ... Ameld.: info@mathiasguentner.com
Der Künstler Olafur Eliasson bei den Berliner Lektionen
von - ct
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