Bereits zum 7. Mal findet die Preview Berlin – The Emerging Art Fair in diesem Jahr statt. Erneut lädt die Kunstmesse in der diesjährig veränderten Messelandschaft vom 09.09.-11.09.2011 in den Hanger2 des ehemaligen Flughafens Tempelhof ein. Durch das Entfallen des Publikums- und Ausstellermagneten Art Forum galt es den Veranstaltern, sich neuen Herausforderungen zu stellen und den Kunstherbst gemeinsam mit der abc, Berliner Liste und dem Berliner Kunstsalon auf recht unterschiedlichen Wegen zu bestreiten. Mit der klaren Positionierung, junge Kunst zu fördern, vereint die Preview 61 Aussteller aus 15 Nationen und bietet darüber hinaus zwei neue Projekte.
2005 gegründet, wird die Messe von den Berliner Galeristen Kristian Jarmuschek (Galerie Jarmuschek + Partner) und Rüdiger Lange (loop – raum für aktuelle kunst) und dem Künstler Ralf Schmitt (MyVisit.to) organisiert. Seit 2007 findet sie auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof statt. Nach dem vorigen Schwerpunkt Osteuropa sind dieses Jahr gleich zwei Schwerpunkte gesetzt worden. Zum einen wird die Video Art Box by Fresh Paint präsentiert, welche in Kooperation mit der Messe Fresh Paint aus Israel entstanden ist. Darin werden sechs zeitgenössische Positionen der Videokunst Israels vorgestellt. Das Projekt eröffnet die Möglichkeit, so die Veranstalter, den Wechsel zwischen den israelischen Künstlergenerationen zu verfolgen.
Focus Academy, der zweite Schwerpunkt, basiert auf der aktiven Förderung junger Künstler. Drei Kunsthochschulen sind mit jeweils vier Absolventen vertreten, die die Gelegenheit erhalten, sich erstmalig einem breiten Publikum zu präsentieren.
Deutsche Galerien sind unter den Ausstellern am stärksten vertreten. Dennoch ist die Teilnehmerliste vielfältig. Auch dieses Jahr sind wieder einige osteuropäische Aussteller vertreten. Rar machen sich hingegen Kölner und Düsseldorfer Galerien, da der Termin mit der DC Open kollidiert. Für alle Aussteller herrscht die gleiche Ausgangssituation. Jeder soll vier künstlerische Positionen möglichst nicht überschreiten und hat einen Stand von 32qm mit gleichem Grundriss zur Verfügung. Schlechte Plätze existieren nicht, wobei die Platzverteilung ausgelost wird, so dass ein buntes, vielseitiges Nebeneinander entsteht.
Auffällig ist die Kojengestaltung: Viele versuchen sich gestalterisch vom White Cube zu lösen und schaffen ihre eigenen komplexen und kreativen Welten auf 32qm. Zusätzlich und als Gegenpol zu den Kojen findet der Besucher so genannte Projekträume, die eigentlich keine Räume sind. Hier sind einzelne Arbeiten ohne räumliche Trennung auf einer größeren Fläche zu finden, was bei einer nicht allzu großen Anzahl an Arbeiten eine entspannte Auflockerung zur sonst so klaren Struktur bildet. Unter den Ausstellern befinden sich Galerien, Projekte, Institutionen und Produzentengalerien. Bei den präsentierten Arbeiten überwiegt deutlich die Malerei, jedoch sind ebenso Skulptur, Installation, Fotografie und Videokunst vertreten.
Im Vergleich zu anderen Messen stellt Preview Berlin kein ausuferndes Mammutprojekt an Reizüberflutung dar. Der Besucher kann den Überblick behalten, ohne befürchten zu müssen etwas zu übersehen. Gleichzeitig kommt man in den Genuss genügend ansprechende künstlerische Positionen zu sehen - Qualität statt Quantität.
Abbildung: Copyright Jan-Henrik Konitzki, Berlin
Preview Berlin
Messedauer: 09.09-11.09.2011
Öffnungszeiten: täglich 13–20 Uhr
Flughafen Berlin Tempelhof
Hangar2
Columbiadamm 10
D–12101 Berlin
previewberlin.com
Berlin Daily 17.01.2026
Katalogpräsentation
16 Uhr: Shelly Kupferberg wird im Gespräch mit Andrea Morein deren Katalog vorstellen. Projektraum Odalisque-Berlin / Galerie der Stiftung K52 | Kollwitzstraße 52 | 10405 Berlin




Schloss Biesdorf

ifa-Galerie Berlin

Galerie im Körnerpark

Künstlerhof Frohnau

Kommunale Galerie Berlin
Künstlerbiografien
Meldungen art-in.de