Wie müssen die Werke eines Mannes aussehen, der bei der Verleihung des Turner Preises 2002 die Gunst der öffentlichen Aufmerksamkeit nutzt, um seiner Großmutter zum 87. Geburtstag zu gratulieren? Wie viel Ironie enthalten sie; ist es fast schon Zynismus?
Zum ersten Mal werden Arbeiten des neuen Stars der britischen zeitgenössischen Kulturszene in Deutschland präsentiert. In drei riesigen Räumen der Galerie Arndt & Partner zeigt Tyson diverse Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Objektkunst, Film und Installation. Trotz der visuellen Ausrichtung in seinem Schaffen, arbeitet er stark an der Entwicklung von Konzepten. In dem letzten Raum- als Höhepunkt der Ausstellung angesehen- ist eine fünf Meter breite Wandinstallation angebracht, die eigens für diese Ausstellung konzipiert ist. Es handelt sich hierbei um eine selbsterfundene Maschine, bestehend aus zwei Scheiben mit endlos vielen Begriffen aus den Gebieten Geschichte,
Philosophie und Wissenschaft versehen. Die befestigten Zeiger an diesem "Teleological Accelerator" sollen den Künstler durch das Drehen dazu animieren, neue Ideen für seine Werke zu finden. Demzufolge überlässt dieser zukünftige Künstler seine Kreativität und das Denken der willkürlichen Kombination oder dem Zufall.
Selbstironisch spielt Tyson in diesem systematischen Nonsens mit Vorstellungen der Kreativität und tradierten Wirklichkeitswahrnehmungen. Es lohnt sich diese uneingeschränkte Energie, die von Tysons Werken ausgeht, zu erfahren und in seine spielerisch-amüsante Welt der Phantasie einzutauchen.
06.09.-25.10.2003
Arndt & Partner | Zimmerstr. 90/91 | 10117 Berlin
Dienstag bis Sonntag 11-18 h
Berlin Daily 19.01.2026
Liebermann-Villa: Verlängerte Öffnungszeiten
ab 17 - 20 Uhr: Am letzten Tag der Ausstellungen „Vision und Illusion. Architekturfotografien von Hélène Binet“ sowie „Liebe Mutti! Postkarten aus Theresienstadt 1943/44“. Liebermann-Villa | Colomierstraße 3 | 14109 Berlin
Works from a Teleological Accelerator
von Joanna Olchawa
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