Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (AdKV) verleiht am 30.10.04 zum sechsten Mal den mit 2.500EUR dotierten Preis für Kunstkritik. Preisträger ist der in Berlin lebende, amerikanische Kritiker Gregory Williams.
Die Jury: Dr. Eva Schmidt (Kunstmuseum Siegen), Jeanne Faust (Künstlerin, Hamburg), Raimar Stange (Kritiker Berlin und vorhergehender Preisträger), Leonie Baumann (Vorsitzende AdKV, NGBK Berlin), Dr. Stephan Berg (Vorstandsmitglied AdKV, Kunstverein Hannover).
"Gregory Williams (geb. 1967 in Oakland, Kalifornien) lebt als freier Kritiker in Berlin. Er studierte Kunstgeschichte an der Tufts University, Medford, Massachusetts und verfasst zur Zeit seine Doktorarbeit über Humor in der westdeutschen Kunst der 70er und 80er Jahre am Graduate Center, City University of New York. Er hat zahlreiche Beiträge für die Zeitschriften Artforum International, Texte zur Kunst, frieze u.a. geschrieben. Seit 1999 ist er außerdem Redakteur für Cabinet, Zeitschrift für Kunst und Kultur, Brooklyn, New York und seit 2003 ihr Mitherausgeber in Berlin.
2003 war er Stipendiat beim Fulbright-Programm in Berlin und ist seit April 2004 Stipendiat beim Berlin Program for Advanced German and European Studies an der Freien Universität in Berlin.
Eines der zentralen Anliegen der Arbeit von Gregory Williams bezieht sich auf die Lesbarkeit und das Verständnis zeitgenössischer Kunst, ihrer Ästhetik und Bezüge in unterschiedlichen Kontexten und widmet sich der Frage ihrer Übersetzbarkeit. Selbst in verschiedenen Feldern verortet, im akademischen Bereich und als Freier Autor und Übersetzer, in der amerikanischen und deutschen Kunstszene und Sprache, gilt Williams Interesse genau jenen Grenzen der Übersetzbarkeit, mit denen sich Kunstkritik und -vermittlung beschäftigen muss. Zentral ist dabei die Frage, wie die Übertragung künstlerischer Ideen in textliche und visuelle Ästhetik gelingt und wie sie außerhalb einer gewissen Sprachgemeinde verstanden wird.
Insbesondere in Bezug auf die Ästhetik von Witz und Humor untersucht Williams den Universalismus bzw. die Einzigartigkeit der Kunst in Bezug auf das Bildrepertoire einer internationalen populären Kultur. . . ."
Preisstifter ist die Druckerei Engelhardt u. Bauer, Karlsruhe
Ort der Preisverleihung ist die Art Cologne: 30.10.04, 14.30 Uhr, am Stand des WDR
Berlin Daily 15.08.2026
Führung durch die Ausstellungen
14 Uhr: KOSMOS: Agenden, Netzwerke und Freundschaften + Stefan Roloff: The Order of Chaos - Die Ordnung des Chaos Schloss Biesdorf | Alt-Biesdorf 55 | 12683 Berlin
Preis für Kunstkritik
von ch
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