(Einspieldatum: 17.08.2010)

Micha Ullman erhält Moses-Mendelssohn-Preis

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Der Künstler Micha Ullman (geb. 1939 in Tel Aviv / Israel) erhält vom Land Berlin den mit 10.000 EUR dotierten Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen.

In der Jurybegründung heißt es, "Ullman habe durch seine Entwicklung nicht-monumentaler und nicht-frontaler Denkmäler für die Erinnerungskultur neue dialogische Möglichkeiten im öffentlichen Raum erschlossen. Sein radikaler poetischer Minimalismus beziehe den Betrachter in das Kunstwerk ein und provoziere jeden Betrachter zu existentiellen Grenzfragen."

Micha Ullman hat u.a. im Gedenken an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialsten die Installation "Bibliothek" geschaffen. Diese befindet sich in der Mitte des heutigen Bebelplatzes zwischen der Staatsoper, der einstigen Königlichen Bibliothek und der Sankt-Hedwigs-Kathedrale platziert ist - ein unterirdischer, nüchterner weißer Raum mit leeren weißen Bücherregalen aus Beton, der nur durch eine quadratische Glasplatte von oben her in der Pflasterung einsehbar ist. Eine Bibliothek ohne Bücher, die Fragen nach Leere, Zeit, Erinnerung und Stille aufwirft. Micha Ullman bezeichnet den Raum als Einladung, nach innen zu schauen.

Jury: Friederike von Kirchbach, Dr. Riem Spielhaus, Lala Süsskind, Joachim Hake, Dr. Thomas Lackmann, Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, und Prof. Dr. Frieder Otto Wolf

chk

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Daten zu Micha Ullman:


- daad Stipendiat
- documenta 8, 1987
- documenta 9, 1992
- Istanbul Biennial, 1995
- Preisträger 1995, Käthe-Kollwitz-Preis
- Preisträger 2010, Gerhard-Altenbourg-Preis

Kataloge/Medien zum Thema: Micha Ullman

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Titel zum Thema Micha Ullman:

Neues Denkmal von Micha Ullman eingeweiht
Video + Text: 2012 hat Micha Ullman seine Pläne für ein Denkmalprojekt für Moses Mendelssohn im Rahmen eines Kongresses und Treffens der Nachkommen Moses Mendelssohns im Säulensaal des Berliner Rathauses vorgestellt.

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Das Berliner Publikum kennt Micha Ullman schon lange. Seine unterirdische "Bibliothek" (1995) auf dem Bebelplatz erinnert als Mahnmal an die Bücherverbrennung im Mai 1933 durch die Nationalsozialisten und gehört zu den bekanntesten, wohl auch eindringlichsten Werken des israelischen Künstlers.

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