Über das begleitenden Projekt "Rethinking: space, time and architecture" zum Architektur-Weltkongress UIA wurde hier bereits mehrfach berichtet.
Nochmals zur Erinnerung: Am Anfang wurden 25 Galerien aus Berlin-Mitte gebeten in der vorgegebenen Struktur von einem Architekten, einem Künstler und einem Galeristen zeitgleich zum Kongreß, Ausstellungen zu präsentieren. Thematischer Bezug sollte Sigfried Giedions Buch "Space, time and architecture" sein.
Die Zahl der Projekte wuchs bis zu Beginn der Ausstellungen auf 90 an. Selbst die Organisatoren wurden von so viel Interesse überrascht, die Stadt schien nur auf eine derartige Idee gewartet zu haben.
Die Kritik scheint sich einig in ihrer positiven Einschätzung des Projektes. Dabei stellt sich nur die Frage, woran diese positive Bewertung festzumachen ist? Auffällig war, dass kaum einer der Teilnehmer den thematischen Bezug zu Giedions Buch kannte. Und sieht man großzügig darüber weg, so bleibt der Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Architekten. Doch auch hier fand selten ein tatsächliches Miteinander, geschweige denn eine konstruktive Auseinandersetzung, statt.
Was bleibt ist eine verpasste Chance und ein Katalog der nicht stattgefundenen Kooperationen mit wenig Information, aber einer großen Anzahl wunderbarer Bilder.
Berlin Daily 14.08.2026
Filmvorführung
21.15 Uhr: im Rahmen von Bjørn Melhus. LOST IN FINITY: THE WIZARD OF OZ (1939) in englischer OF mit deutschem Untertitel. silent green | Gerichtstraße 35 | 13347 Berlin
Rethinking: space, time and architecture?: Schlußbetrachtung
von Stella Hoepner-Fillies
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