Unter dem Themenschwerpunkt "Die Welt als Laufsteg - Mode und Identität" ist die neue Ausgabe der "Zeitschrift für KulturAustausch"(Hg. ifa-Institut für Auslandsbeziehungen) erschienen.
Mit Fragen wie: Steuern wir geradewegs auf ein weltweites Stilesperanto zu - mit einem Alphabet von Armani bis Zara?, bis zu: Ist die Welt zum Logo geschrumpft oder stellt sich eine nie dagewesene Vielfalt an Identitätsangeboten?, versuchen die Autoren der "Welt als Laufsteg der Identitäten" auf die Spur zu kommen. Mode als Konsumgut und Wirtschaftsfaktor steht dabei hinter Mode in Bezug auf Individuum und Kleidungsgewohnheit zurück.
So geht bspw. Sigrun Matthiesen der kulturellen Dimension des Themas nach. Sie beginnt bei der Haute Couture, die es ab und zu noch in Feuilleton schafft und erörtert dann die Gründe, warum Mode mehr als Kaufrausch oder Krawattenzwang ist und unbedingt eingehender Analysen bedarf. Die Kostümkundlerin Annemarie Bönsch untersucht hingegen das politische Mächtespiel bestimmter Modetendenzen und seine unterschiedlichen Auswirkungen auf eine mögliche "Welttracht". Politisch betrachtet auch Karin Wieder in "Schöne Kleider, Harte Arbeit" das Thema, indem sie die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Mittelamerikas anspricht.
Weiterhin finden sich historische, religiöse, künstlerische und vor allem länderbezogene Aspekte in den verschiedenen Artikeln, so dass der Leser sich ein umfassendes Bild zum Thema Mode machen kann, dass hier einmal nichts mit den üblichen Darstellungen in bekannten Modemagazinen zu tun hat. Künstlerisch begleitet werden die Artikel von Bildern des Fotokünstlers Claudio Hils.

Die Zeitschrift kann unter ifa.de bestellt werden. Sie erscheint viermal jährlich und kostet für 4 Ausgaben 20EUR.