Veranstaltungstipp: Der Architekt, Kurator und Autor Philipp Meuser hält am am 9. August 2007, um 19 Uhr in der ifa-Galerie Berlin einen Vortrag über die gesellschaftlichen und sozialen Umstände, unter denen heute in Russland gebaut wird und neue Architektur entsteht. Anhand
unterschiedlicher Bauvorhaben wird er die Herangehensweise an die jeweiligen Bauaufgaben durch die Architekten analysieren.

"Neue Architektur in Russland - das bedeutet vor allem einen großen Einfluss traditioneller Baukunst: Die russisch-orthodoxe Kirche hat zum Beispiel verfügt, Neubauten nach dem Vorbild alter Kirchen zu gestalten. Während in Moskau ein gewisser Pluralismus internationaler Stile und Strömungen vorherrscht, reduziert sich die Vielfalt in den regionalen Zentren auf eben jene neo-traditionellen Formen sowie auf die weltweit entstehenden Glaskästen, hinter denen sich Hotels, Shopping-Malls oder Business-Center verbergen. In Russland spiegelt sich ein Phänomen wider, das in der gesamten Welt zu beobachten ist und unter immer anderen Namen den Diskurs in der Fachwelt belebt: Sei es der New Urbanism in Nordamerika oder seine europäischen Ableger, sei es das chinesische Verlangen nach europäischer Identität im Wohnungs- und Städtebau - allgegenwärtig zitieren die neuen Traditionalisten altbewährte Formen und Rezepte und setzen sich gegen die anonyme Architektursprache zur Wehr, die im Zuge der Globalisierung entstand ...." (Pressemitteilung / ifa-Galerie)


Der Eintritt ist frei.

ifa-Galerie Berlin, Institut für Auslandsbeziehungen e. V., Linienstraße 139/140,
10115 Berlin;

Mehr Informationen unter www.ifa.de