Die Leiterin der Kunstsammlung NRW Prof. Dr. Susanne Gaensheimer und der chinesische Künstler Ai Weiwei, © ZDF und Andreas Endermann; Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Art Review wählte den chinesischen Künstler Ai Weiwei 2011 zum „mächtigsten Mann im Kunstbetrieb“. Seine Reaktion darauf: „I don’t feel very powerful“. Kein Wunder, im gleichen Jahres wurde Ai Weiwei in China festgenommen und war für 81 Tage in Haft – ohne Prozess, ohne Besuchsrecht, ohne Begründung.
Nicht alle seine Kunstaktionen sind unumstritten, manches wirkt plakativ, manches - wie bspw. das Foto, das Ai Weiwei in der Pose des toten Flüchtlingskindes Aylan Kurdi am Stand von Lesbos zeigt, grenzt an Geschmacklosigkeit und birgt des Vorwurf der Instrumentalisierung von Kunst. Dennoch hat Ai Weiwei seinen festen Platz in der Riege der international anerkannten Künstler.
Der Film "Alles ist Kunst, alles ist Politik – Ai Weiwei in Düsseldorf 2019" bezieht sich auf seine bisher größte Ausstellung in Europa, die aktuell in der Kunstsammlung NRW gezeigt wird. Über die Ausstellung hinaus werden politische Aussagen im Werk des Künstlers reflektiert, und es kommen neben dem Künstler unter anderen die Kuratoren der Ausstellung und der chinesische Schriftsteller und langjährige Freund Yang Lian zu Wort.

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