Candida Höfer, 2022, Foto: art-in-berlin

Die in Köln lebende Fotografin Candida Höfer erhält den mit 12.000 EUR dotierten Käthe-Kollwitz-Preis 2024 der Akademie der Künste.
Die Künstlerin interessiert sich für öffentliche und halböffentliche Räume und ihre Interieurs: Bibliotheken, Museen, Opernhäuser oder Orte der Forschung und des Wissens. Fast jede dieser großformatigen, zumeist menschenleeren Fotografien wirkt wie ein Blick in das kollektive Gedächtnis.

Jury:
Karin Sander, Hito Steyerl und Siegfried Zielinski

In der Jurybegründung heißt es:
„Candida Höfer verleiht den Räumen durch ihre Präzision von Bildausschnitt und Detailinformation eine große nahezu spirituelle Qualität, die von der Präsenz der abwesenden Personen verstärkt wird“, so Karin Sander, Jurymitglied und Direktorin der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste.

Biografisches:
Candida Höfer (* 1944 in Eberswalde geboren) hat u. a. an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher studiert. Sie gehört zu jener Gruppe von Becher-Schüler*innen, wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Thomas Ruff, Axel Hütte und andere. Sie hat mehrfach auf der documenta in Kassel ausgestellt, an der 50. Biennale in Venedig teilgenommen und ist in nationalen wie internationalen Sammlungen vertreten. Zuletzt war sie 2022 in Berlin im Museum für Fotografie in der Ausstellung Bild und Raum, Candida Höfer im Dialog mit der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek zu sehen.

Mehr zu ihrer Biografie, hier

Bisherige Preisträger*innen waren u. a.
Sandra Vásquez de la Horra (2023), Nan Goldin (2022), Maria Eichhorn (2021), Timm Ulrichs (2020), Hito Steyerl (2019), Adrian Piper (2018) und Katharina Sieverding (2017).

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