Maria Eichhorn, Foto: Jens Ziehe

Ich finde, Kunst muss in der Gesellschaft sein und auch mit der Gesellschaft arbeiten und mit ihr zu tun haben. (Maria Eichhorn)

Maria Eichhorn erhält den mit 12.000 Euro dotierten Käthe-Kollwitz-Preis 2021.

Maria Eichhorn hinterfragt in ihren Arbeiten das Betriebssystems Kunst ebenso wie normative Formen in Politik und Gesellschaft. Anlässlich der documenta 14 gründete sie das Rose Valland Institut - ein künstlerisches Projekt, das interdisziplinär ausgerichtetes war und die Nachwirkungen der Enteignung der jüdischen Bevölkerung Europas durch die Nazis erforschte und dokumentierte.

Jury: Richard Deacon, Bjørn Melhus und Adrian Piper

Biografisches:

Maria Eichhorn (geb. 1962 in Bamberg) lebt in Berlin. Sie studierte zwischen 1984 und 1990 an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste) bei Karl Horst Hödicke; bereits seit 1986 waren ihre Werke in Ausstellungen zu sehen. Seit 1999 lehrt sie als Professorin, zunächst als Gastprofessorin am California Institute of the Arts in Valencia, dann seit 2003 an der Zürcher Hochschule der Künste. Maria Eichhorn nahm neben ihren documenta-Mitwirkungen 2002 in Kassel und 2017 in Athen und Kassel mehrmals an der Biennale in Venedig (1993, 2001, 2015), der Istanbul Biennale (1995, 2005) sowie weiteren Biennalen weltweit teil und stellte in zahlreichen Museen im In- und Ausland aus. Ihre letzte umfangreiche Werkschau war 2018–2019 im Migros Museum in Zürich unter dem Titel Zwölf Arbeiten / Twelve Works (1988–2018) zu sehen. Die Künstlerin wurde unter anderem mit dem George Maciunas Preis (1992), dem Arnold Bode Preis der Stadt Kassel (2002) und dem Paolo Bozzi Prize for Ontology der Universität Turin (2018) ausgezeichnet. (PM)

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