Die Akademie der Künste zeichnet die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles mit dem mit 12.000 Euro dotierten Käthe-Kollwitz-Preis 2026 aus.
Teresa Margolles (* 1963 in Culiacán, Sinaloa (Mexiko)) arbeitet mit drastischen und damit streitbaren Mitteln, die sich mit einer allgemeinen Tabuisierung von Tod und Gewalt auseinandersetzen. Zumeist wählt sie Themenbereiche aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld wie bspw. Zerstörung, Vertreibung, Diskriminierung, Elend, Gewalt oder den Einfluss des Drogenkriegs auf die mexikanische Gesellschaft. Ihre Medien sind Fotografie, Installation, Aquarelle, Performance, Objekte und Sound.
Margolles war 2017 als Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin und präsentierte 2018 in der daadgalerie eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Ausstellung „Sutura“. (siehe unsere Besprechung)
Jurybegründung:"... Die gebürtige Mexikanerin webt den Schmerz subtil in den Wahrnehmungsprozess. In der Gegenwärtigkeit des Wahrnehmenden werden anonyme Opfer von Gewaltsystemen zu virtuellen Agenten, ihre Stimmen bekommen in Margolles Werk einen signifikanten Platz. ... Ihre Werke sind implizit und explizit intensiv, gehen tief unter die Haut, drängen sich in ihrer Vehemenz dem Betrachter auf. Wobei der intime Gegenstand der Darstellung, des Dargestellten im Vordergrund stehen.“
Jury: Rosa Barba, Alexandra Bircken und Raimund Kummer
Preisträger*innen der letzten Jahre waren Candida Höfer (2024), Sandra Vásquez de la Horra (2023), Nan Goldin (2022), Maria Eichhorn (2021), Timm Ulrichs (2020), Hito Steyerl (2019), Adrian Piper (2018) und Katharina Sieverding (2017).
Preisvergabe in der Akademie der Künste am Pariser Platz im Herbst 2026.
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adk.de







