Fernsehtipp: Am Sonntag, den 27.02.05-23.40-0.29 Uhr auf SAT.1, wird der Architekt Rem Koolhaas in "News & Stories" über die "Stadt ohne Eigenschaften" philosophieren. Koolhaas (geb. 1944), der in Berlin nicht erst seit seinem Bau der aufsehenerregenden niederländischen Botschaft, einen Namen hat, studierte bei dem französischen Philosophen Foucault und schrieb Drehbücher für den US-Regisseur Russ Meyer.

Koolhaas gilt "... als einer der bedeutendsten Architekten und Städtedesigner der Welt. An der Universität Harvard/USA und in seinem Office of Modern Architecture (OMA) in Rotterdam untersucht er die neuartigen Städteagglomerationen, die schneller wachsen, als Architekten Pläne machen können. Im 21. Jahrhundert wird man von der "Stadt ohne Eigenschaften" sprechen, so wie Robert Musil über den "Mann ohne Eigenschaften" schrieb. Für das, was an diesen neuartigen Prozessen unerwartet ist, rät Rem Koolhaas, muss die Moderne sich öffnen. Oft ist es für den Entwurf von Städten wichtiger, was man unterlässt, als das, was man baut. Der Satz "Das Nichtgebaute kritisiert das Gebaute" weist insofern sowohl auf verpasste Chancen wie auf die Weisheit des Unterlassens. Städtebau wird, sagt Chris Dercon (Haus der Kunst München), zu einer Form der praktischen Philosophie."