(Einspieldatum: 13.04.2010)

Berufsverband Bildender Künstler Berlin gegen fortdauernde Fashion Week auf dem Bebelplatz

ulman

So eben erreichte die Redaktion folgendes Schreiben, dem wir uns uneingeschränkt anschließen: "Die Mitteilung der Senatswirtschaftsverwaltung, dass die Fashion Week auch im Juli 2010 erneut auf dem Bebelplatz und über dem Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 des israelischen Künstlers Micha Ullman stattfinden wird, kommentiert Herbert Mondry, Vorsitzender des bbk berlin:

Wir sind nicht nur verärgert, sondern empört, dass sich die Wirtschaftsverwaltung hinter einer angeblich erfolglosen Suche nach einem Alternativstandort versteckt und damit gleichzeitig Tatsachen für eine fortdauernde Privatisierung des öffentlichen Raums schafft. Die Empfehlung der künstlerischen Fachöffentlichkeit und die Politik haben mit Nachdruck klargestellt, dass der Bebelplatz für die Modemesse ungeeignet ist. Trotz des einstimmigen Votums aller Fraktionen im Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses handelt die Verwaltung so, als ob es dieses nicht gegeben hätte. Bei der Anhörung des Petitionsausschusses am 15.12.2009 glänzte die Wirtschaftsverwaltung durch Abwesenheit. Stattdessen fügt sie dem Land Berlin eine bisher einmalige kunst- und kulturpolitische Blamage zu, und es ist nicht absehbar, ob überhaupt eine ernsthafte Suche nach Alternativstandorten vorgenommen wird. Vielmehr schafft sie Kontinuitäten, die eines der bedeutendsten öffentlichen Kunstwerke und Denkmäler Berlins herabwürdigen. Die Suche nach einem neuen Standort wird zum Vorwand, es beim alten zu belassen. Das aber werden wir nicht hinnehmen! (Herbert Mondry, Vorsitzender des berufsverbandes bildender künstler berlin e.V.)"

ulman

In unserer Serie "Kunst im Stadtraum (Teil 4) - Micha Ullman" haben wir über das Denkmal berichtet.

Abbildungen copyright art-in-berlin

bbk-berlin.de

ch

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Daten zu Micha Ullman:


- daad Stipendiat
- documenta 8, 1987
- documenta 9, 1992
- Istanbul Biennial, 1995
- Preisträger 1995, Käthe-Kollwitz-Preis
- Preisträger 2010, Gerhard-Altenbourg-Preis

Kataloge/Medien zum Thema: Micha Ullman

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Titel zum Thema Micha Ullman:

Neues Denkmal von Micha Ullman eingeweiht
Video + Text: 2012 hat Micha Ullman seine Pläne für ein Denkmalprojekt für Moses Mendelssohn im Rahmen eines Kongresses und Treffens der Nachkommen Moses Mendelssohns im Säulensaal des Berliner Rathauses vorgestellt.

Micha Ullman im Jüdischen Museum
Versunkene Geschichte
Das Berliner Publikum kennt Micha Ullman schon lange. Seine unterirdische "Bibliothek" (1995) auf dem Bebelplatz erinnert als Mahnmal an die Bücherverbrennung im Mai 1933 durch die Nationalsozialisten und gehört zu den bekanntesten, wohl auch eindringlichsten Werken des israelischen Künstlers.

Micha Ullman erhält Moses-Mendelssohn-Preis
Der Künstler Micha Ullman (geb. 1939 in Tel Aviv / Israel) erhält vom Land Berlin den mit 10.000 EUR dotierten Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen.

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