Olafur Eliasson erhält Ruf an die Universität der Künste Berlin (UdK) und die erst kürzlich berufenen Professoren Daniel Richter und Stan Douglas reichen die Kündigung ein.
Vordringlichste Aufgabe der UdK ist die Ausbildung von Künstlern/innen, insofern ist es erfreulich, dass ein renommierter Künstler wie der Isländer Olafur Eliasson für die Lehre gewonnen werden konnte. Dennoch werden im Wintersemester 2006/2007 mehr als 200 Studenten am Fachbereich 1 ohne künstlerische Betreuung sein. Warum also - so fragt man sich - lässt die UdK dann so hochkarätige Künstlerprofessoren ziehen und beschwört für die Studenten einen nicht zu akzeptierenden Mangel an Lehrpersonal herauf? Sozusagen: ein Schritt vor, zwei Schritte zurück? Hier nun gibt es zwei gegensätzliche Antworten: die UdK wirft den Professoren vor, ihren Lehrverpflichtung nicht nachzukommen. Richter und Douglas kreiden der UdK umgekehrt massive Missstände in der Verwaltung an, welche ihre Lehre untergräbe.
Die Studenten wiederum dementieren den Vorwurf der UdK, sehen sich von ihren Professoren ausreichend betreut und protestieren mit ihren eigenen Mitteln, Fazit: Viele weiße Wände zum Rundgang am Wochenende. Dennoch wollen die angehenden Künstler einer interessierten Öffentlichkeit, Einblicke in die Ergebnisse ihrer künstlerischen Lehre geben. So werden die Arbeiten aus dem Hochschulkontext gelöst und in einem eigenständigen, selbstorganisierten Rahmen extern präsentiert. Ziel ist es, neue Ansätze zu erörtern und die UdK an ihre eigentliche Verantwortung zu erinnern.(www.ausser-haus.com)

Eröffnung:
Donnerstag, 27 Juli, 19.00 Uhr
Ausstellungszeitraum: Freitag 28. Juli bis Sonntag 30. Juli 2006
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 11.00 bis 21.00 Uhr

Uferstraße 6 / 13 357 Berlin