Kiwan Choi, DemOCRacY, Mixed media installation, Copyright

Gestern haben wir die Teilnehmerliste der documenta, die am Sonnabend in Athen beginnt, veröffentlicht. Gleichzeitig mit der »documenta 14« läuft im benachbarten Piräus das Kunstprojekt »Edge.Piraeus«, zu dem rund 50 Studierende der weißensee kunsthochschule berlin und der Athener Kunstakademie (ASFA) ihre Projekte zeigen. Der Ort ist das »Kastela Art Center«, das die griechische Reeder-Familie Vernicos zur Verfügung gestellt hat. Die Eröffnung findet bereits heute, den 7. April um 20 Uhr statt.

Über das Projekt teilt die weißensee kunsthochschule berlin mit:
"Warum »Edge.Piraeus«? Im Englischen bezeichnet »edge« Kante oder Rand und »being edgy« nervös und angespannt zu sein, in der Konfrontation mit einer ernsten Gefährdung, am Rande einer Klippe und einer Katastrophe. In mehrfacher Hinsicht steht dafür in diesen Zeiten die Stadt Piräus, ein Hafen an der »Kante« Europas. Mit Blick auf die Akropolis ist es ein Standort, von dem aus die Frage nach den europäischen Werten zu stellen ist.
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Hannes Brunner, Professor für Bildhauerei der weißensee kunsthochschule berlin und künstlerischer Leiter von »Edge.Piraeus« kündigt die Formate der künstlerischen Produktionen als experimentell, performativ und partizipatorisch an. Projektinitiator Guy Féaux de la Croix sagt zum Inhalt: »In einer Situation, in der Hauptstützen unsere demokratisch-freiheitlichen Werte und Institutionen in Frage gestellt sind, ist das kritische und provokative Potenzial der Kunst wichtiger denn je für eine gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Erneuerung. Hier in Athen geht es um die (Ir-)Relevanz der (Ir-)Relevanz im Allgemeinen und der griechischen Erfahrung im Besonderen, von der klassischen Epoche bis zur europäischen Krise«."

Verschiedene Veranstaltungen haben bereits in diesem Rahmen, in dem die Studierenden mit anderen deutschen und griechischen Künstler_innen und Intellektuellen zu Diskussionen zusammen treffen, stattgefunden. Am Dienstag, den 11. April, um 16 Uhr folgt das SYMPOSION TWO: THE MIGRATORY MEME – FROM THE SELFISH GENE TO CLICK BATE, eine Debatte, die von Warren Neidich und Hannes Brunner kuratiert werden wird u.a. mit den Kunsttheoretiker_innen Andreas Angelidakis und Hannah Barton sowie den Künstler_innen Daniel Keller, Petra Tomljanovic, Angelo Plessas und Nicos Tranos.

Öffnungszeiten der Ausstellung: dienstags bis freitags 16-21 Uhr, sonnabends/sonntags 12-17 Uhr. Geschlossen vom Donnerstag, den 13. bis zum Dienstag, den 18. April 2017.

Ort: Kastela Art Center, 3, Karagiorgi Servias Str., Piraeus / Sekretariat: 210 422 1925, 210 429 2211.

Weiteres zum Projekt: edgepiraeus.com