Serielle Formationen, Ausstellungsansichten Charlotte Posenenske Archiv, Courtesy the artist und Mehdi Chouakri Berlin, Foto: Patxi Bergé

Am kommenden Wochenende findet zum 18. Mal das Gallery Weekend Berlin statt. Insgesamt 52 Berliner Galerien zeigen Ausstellungen von rund 80 Künstler*innen in der ganzen Stadt. Wir haben eine Auswahl getroffen, hier unsere persönlichen Highlights:

Die Galerie Mehdi Chouakri hat in den Wilhelm Hallen im Norden Berlins ein zweiten Kunstort eröffnet. Zu sehen gibt es eine Reihe neuer Arbeiten von John M Armleder. Gleichzeitig eröffnet das Archiv Charlotte Posenenske. Die Ausstellung Serielle Formationen zeigt Arbeiten von Charlotte Posenenske, Sol LeWitt und Peter Roehr.

Interessant dürften allein aufgrund der Künstler*innenauswahl die beiden Gruppenausstellungen der Galerie Isabella Bortolozzi werden:
IN THE COMPANY OF mit Renate Bertlmann, Ellen Cantor, Vaginal Davis, Leila Hekmat, Friedl Kubelka, Sarah Lucas, Reba Maybury, Meret Oppenheim, Gina Pane, Carol Rama, Wu Tsang im Ausstellungsraum Eden Eden.
FUGUE mit Ibon Aranberri, Ed Atkins, Nairy Baghramian, Tosh Basco, Gerry Bibby, Juliette Blightman, Monica Bonvicini, Marco Bruzzone, Marc Camille Chaimowicz, Vaginal Davis, Michaela Eichwald, Ida Ekblad, Jos de Gruyter & Harald Thys, Wade Guyton, Leila Hekmat, Calla Henkel & Max Pitegoff, Karl Holmqvist, Veit Laurent Kurz, Klara Lidén, David Lieske, Helen Marten, Reba Maybury, Gabrielė Mišeikytė, Albert Oehlen, Seth Price, Hannah Quinlan & Rosie Hastings, Steve Reinke, Richard Rezac, Stephen Greer Rhodes, James Richards, Nora Schultz, Diamond Stingily, Anthony Symonds, Wu Tsang.


Egor Kraft, Semi-truth is the Perfect Lie, 2022, generative computational installation, Courtesy alexander levy Galerie

Pünktlich zum Gallery Weekend hat die alexander levy Galerie neue Räume im Stadtteil Moabit bezogen. Der Künstler Egor Kraft bespielt dort mit Lies, Half-Truths & Propaganda [The Bad, the Worse, and the Worst] die erste Ausstellung.

Eine weitere Ausstellung, die unser Interesse erregt, ist das Zusammentreffen der beiden Künstlerinnen Anna Boghiguian und Alice Creischer in der Galerie KOW. Creischers Arbeit bezieht sich auf die Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, in der er eine Ausweitung der deutschen Militäreinsätze im Ausland forderte und dieses mit einem "wertebasierten Sicherheitsbegriff" begründet. Parallel dazu präsentiert Anna Boghiguian zwei Gruppen von Menschen auf Papier, die sich unter den Augen des Militärs durch den Raum bewegen, versklavt, unterjocht, verängstigt (Men pulling Boat, 2016 / The Rational, 2016).


David Claerbout, Aircraft (F.A.L.), 2015-2021 Single channel video projection, black & white, stereo audio Edition of 7 Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin Image © the artist

In der Galerie Esther Schipper werden im Rahmen der Ausstellung Hemispheres von David Claerbout zwei großformatige Videoprojektionen: The Close, 2022, und Aircraft (F.A.L.), 2015-21 zu sehen sein. Der Titel nimmt Bezug auf die beiden Seiten des Gehirns, die Informationen auf unterschiedliche Weise verarbeiten. Vor einigen Jahren überzeugte der belgische Künstler David Claerbout mit der Ausstellung Olympia KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, deshalb sind wir auch auf diese Ausstellung gespannt.

Und wer Lust auf eigenen Entdeckungen hat, dem sei die offizielle Website des Gallery Weekend Berlin empfohlen, dort sind alle Galerien aufgelistet, die unmittelbar dazu gehören.

Öffnungszeiten:
Freitag, 29. April, 18-21 Uhr
Samstag, 30. April, 11-19 Uhr
Sonntag, 1. May, 11-19 Uhr