Unter dem Titel "tabula rasa - Der Bezirk Friedrichshain / Kreuzberg räumt ab" machen die Künstlerhaus Bethanien GmbH und die Druckwerkstatt in einer Presseerklärung darauf aufmerksam, dass die Institutionen durch Umstrukturierung im Haus am Mariannenplatz in ihrer Existenz bedroht werden:

Presseerklärung / Auszug: "Die Künstlerhaus Bethanien GmbH und die Druckwerkstatt im Kulturwerk des bbk berlins arbeiten seit nahezu dreißig Jahren im Bethanien- Komplex am Mariannenplatz. Die entsprechende Nutzungsvereinbarung mit der Senatskulturverwaltung hat der Bezirk Friedrichshain - Kreuzberg jetzt gekündigt. Nach heutigem Stand müssen beide Institutionen das Bethanien räumen. Ihre Existenz steht auf dem Spiel.

Hintergrund: Mit Brachialgewalt wollen einflußreiche Bezirkspolitiker eine Modeschule ("Esmod") mit hohem Aufwand an öffentlichen Mitteln im Bethanien unterbringen. Zwar steht dort genug Fläche leer, offenbar um jeden Preis müssen aber unbedingt von der Künstlerhaus Bethanien GmbH und der Druckwerkstatt genutzte Flächen für diesen Zweck freigeräumt werden, in die beide Einrichtungen über Jahre hinweg insgesamt in Millionenhöhe investiert haben. Gleichzeitig hat der Bezirk zahlreichen Jugend- und Sozialeinrichtungen im Bethanien gekündigt. In deren Räume sollen die Künstlerhaus GmbH und die Druckwerkstatt zwangsweise umgesetzt werden - obwohl die Flächen dafür ungeeignet sind, obwohl klar ist, dass weder die Kultureinrichtungen selbst noch der Kulturhaushalt die sechsstelligen Beträge erwirtschaften können, die für ihre notdürftige Herrichtung für künstlerische Ausstellungs- und Produktionszwecke notwendig wären.

Und weiter: Über den Kulturhaushalt werden die dem Bezirk entstehenden Betriebskosten erstattet. Nunmehr erwartet der Bezirk eine "Netto - Miete" von drei Euro pro Quadratmeter. Sie wäre eine fiskalische Luftbuchung: entweder müßte sie aus dem Landeskulturhaushalt aufgebracht werden. Ergebnis für das Land Berlin: Null. Oder die Kulturinstitutionen müßten fast ihr gesamtes Personal entlassen, um "Netto - Miete" zu zahlen und würden arbeitsunfähig: Ergebnis für das Land Berlin: ebenfalls Null. ..."

In einer am Freitag, den den 7. März 2003, stattfindenden Pressekonferenz, zu der auch die die Bezirksbürgermeisterin Frau Reinauer geladen ist, werden weitere Informationen bekannt gegeben.
Wir werden Sie an dieser Stelle darüber informieren.