Die Friedrich Naumann Stiftung veranstaltet zusammen mit dem Forum Architektur Gesellschaft an der Universität der Künste Berlin eine Vortragsreihe mit dem Titel "machtArchitekturen".
Am 20.05 03 sprach in dieser Reihe der Architekturkritiker Bruno Flierl über die Staatsbauten und den Städtebau der DDR.
Flierl strukturierte das ausufernde Thema durch die Fragen: Was fand die DDR vor? Was machte sie daraus? Und was hinterließ sie?
Antworten darauf wurden mithilfe einer fundierten historischen Einordnung des Berliner Städtebaus und seiner Entwicklung, bzw. durch die Präsentation von ungemein aussagekräftigen Wettbewerbsarbeiten von 1950 bis 1990 nahegebracht. Vertiefend beschäftigte sich der Publizist und Kritiker mit einzelnen Gebäuden, wie dem Palast der Republik oder dem Staatsratgebäude.
Viele Aspekte der heutigen Planung wurden innerhalb des Vortrages aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte verständlicher, einige auch ad absurdum geführt. Besondere Betonung lag auf der Einordnung des Städtebaus als politische Machtdemonstration.
Am Schluss seiner Rede stand die Aufforderung einmal darüber nachzudenken: "Was für gemeinsame Orte wir eigentlich brauchen und was wir uns an diesen gemeinsamen Orten wert sind."

Die nächste und auch letzte Veranstaltung in dieser Reihe findet am 27. Mai um 20.00 Uhr in der UdK, Hardenbergstraße 33, Raum 310 statt. Titel des Vortrages von Axel Schultes lautet:"…geh´n tun sie beide nich."